Agrotis lanzarotensis Pinker, 1962


Agrotis lanzarotensis: Männchen (Fuerteventura) [M] Agrotis lanzarotensis: Männchen (Fuerteventura) [M] Agrotis lanzarotensis: Männchen (Fuerteventura) [M] Agrotis lanzarotensis: Falter (e.l. Fuerteventura, 2011) [S] Agrotis lanzarotensis: Weibchen (e.l. Fuerteventura 2010). Dieses Exemplar war brachypter. Inwieweit das die Regel ist, bliebe zu untersuchen. Es wäre aber typisch für Arten weiter Sandgebiete, die eine Windverdriftung vermeiden wollen. Die Weibchen krabbeln dafür umso flinker. [S] Agrotis lanzarotensis: Jungraupe (Fuerteventura) [M] Agrotis lanzarotensis: Halbwüchsige Raupe [M] Agrotis lanzarotensis: Raupe (Fuerteventura) [M] Agrotis lanzarotensis: Raupe (Fuerteventura) [M] Agrotis lanzarotensis: Raupe (Fuerteventura) [S] Agrotis lanzarotensis: Raupe (Fuerteventura) [S] Agrotis lanzarotensis: Raupe (Fuerteventura) [S] Agrotis lanzarotensis: Raupe (Fuerteventura) [S] Agrotis lanzarotensis: Raupe (Fuerteventura) [S] Agrotis lanzarotensis: Raupe (Fuerteventura) [S] Agrotis lanzarotensis: Raupe (Fuerteventura) [S] Agrotis lanzarotensis: Ausgewachsene Raupe in Ästivation nach Beendigung der Fressaktivität  (e.l. Fuerteventura) [S] Agrotis lanzarotensis: Larvalhabitat auf Fuerteventura mit Winteranuellenflur, Februar 2010 [N] Agrotis lanzarotensis: Habitat auf Fuerteventura [N] Agrotis lanzarotensis: Habitat auf Fuerteventura [N]

Raupennahrungspflanzen:
Die Raupe lebt polyphag zumeist von winteranuellen Kräutern in den Dünenlandschaften. Ich beobachtete Fraß an Calendula und Rumex.

Lebensraumansprüche:
Agrotis lanzarotensis ist an sandige Stellen gebunden und kommt daher vor allem in Küstennähe vor. Auf Fuerteventura ist sie etwa südlich und westlich von Costa Calma jahrweise häufiger.

Entwicklungszyklus:
Die meisten Falter fliegen im Winter. Die Raupen fand ich zahlreich Anfang Februar 2010 anhand der Fraßspuren tags in einem Umkreis von 10cm um die Pflanzen flach im Sand vergraben. Hier sind sie auch vor Sandstürmen sicher. Die erwachsenen Raupen übersommern zum größeren Teil, so dass im Sommer nur wenige Falter fliegen. Die Nahrungsressourcen sind dann auch sehr begrenzt. Die Massenentwicklung ist an die durch Winterregen gespeiste Anuellenflur von Januar bis April gebunden.

Gefährdungsursachen:
Agrotis lanzarotensis ist durch Tourismus stark bedroht. So werden auch heute noch Hotels in Dünengelände neu gebaut, dazu kommt der Badebetrieb. Auf Gran Canaria dürfte Agrotis lanzarotensis unmittelbar vor dem Erlöschen stehen, da die Reste der Dünen von Maspalomas zwar unter Naturschutz stehen, aber dennoch weiter bedrängt werden. Auf Fuerteventura ist Agrotis lanzarotensis noch etwas weniger bedroht, da Sanddünen großflächig vorhanden sind.

Bemerkungen:
Agrotis lanzarotensis ist ein Endemit der östlichen Kanaren (Fuerteventura, Lanzarote, selten im Süden Gran Canarias).



Agrotis boetica | Agrotis cinerea | Agrotis clavis | Agrotis exclamationis | Agrotis herzogi | Agrotis ipsilon | Agrotis obesa | Agrotis puta | Agrotis rutae | Agrotis segetum | Agrotis simplonia | Agrotis trux | Agrotis vestigialis 
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