Raupennahrungspflanzen:
Die Raupe lebt polyphag an bodennahen Pflanzenteilen der Krautschicht. Wie bei Euxoa decora werden offenbar Fabaceae bevorzugt. Ich fand mehrere Raupen auf der Ostalb immer unter isolierten Polstern von Hippocrepis comosa, an der sie sicher auch gefressen hatten.
Lebensraumansprüche:
Euxoa obelisca besiedelt meist trockenwarme Habitate wie lückige Magerrasen, stein- und felsdurchsetzte Weiden, Steinbrüche, Böschungen und ähnliche Stellen mit offenem oder zumindest nur lückig von der Krautschicht bestocktem, aber oft moosreichem Boden.
Entwicklungszyklus:
Wie bei den verwandten Arten dürfte die junge Raupe überwintern (uneinheitliche Literaturangaben) und ist erst relativ spät im Juni ausgewachsen. Ich fand halbwüchsige Raupen Ende Mai 2012 auf Sardinien im Zentralgebirge auf Weideflächen unter Steinen sowie ausgewachsene Raupen am 22. Juni 2012 auf der östlichen Schwäbischen Alb am Rande eine Steinbruchs. Hier wuchsen einzelne Hippocrepis-Flecken auf moosreichem Boden. Die Raupen waren tagsüber unterhalb der Polster unter Moos verborgen und mit solchen von Polyommatus coridon vergesellschaftet.
Die Falter fliegen spät von Juli bis September mit Schwerpunkt im August.
Gefährdung: stellenweise zurückgehend bzw. gefährdet
Gefährdungsursachen:
Da lückige Magerrasen selten geworden sind, ist diese Art nördlich der Alpen vielerorts gefährdet. Im Mittelmeerraum ist der Falter dagegen noch weit verbreitet.
Bemerkungen:
Euxoa obelisca ist von Marokko über weite Teile Europas (nach Norden bis Südskandinavien) bis Ostasien verbreitet.