Xanthia togata (Esper, 1788) (Violett-Gelbeule)


Xanthia togata: Falter (e.l. Ostalb 2008) [S] Xanthia togata: Falter (e.l. Ostalb 2008) [S] Xanthia togata: Halbwüchsige Raupe (e.l. Ostalb 2008) [S] Xanthia togata: Raupe (e.l. Ostalb 2008) [S] Xanthia togata: Raupe [S] Xanthia togata: Raupe (e.l. Ostalb) [S] Xanthia togata: Puppe [S]

Raupennahrungspflanzen:
Die Raupen leben zunächst in Weidenkätzchen (Salix), mit denen sie dann zu Boden fallen und gewöhnlich am Boden (wo dann meist zahlreiche Kätzchen liegen) weiter befressen. Laut Literatur ist dann aber auch eine polyphage Lebensweise an Kräutern und jungen Gehölzen möglich.

Lebensraumansprüche:
Xanthia togata besiedelt alle möglichen Weidenstandorte. So kommt sie in Mooren und an Gewässern ebenso vor wie an Salweiden in xerothermen Steinbrüchen auf der Schwäbischen Alb, wo sie meist zusammen mit Xanthia icteritia zahlreich aus den Kätzchen erhalten werden kann.

Entwicklungszyklus:
Die Eier überwintern und die Jungraupen bohren sich im Februar oder März in die sich entwickelnden Kätzchen ein. Darin leben sie, bis sie mit den Kätzchen zu Boden fallen oder bis sie die Kätzchen völlig zerfressen haben. Am Boden beenden sie ihre Entwicklung bis Ende Mai und befressen meiner Meinung nach dort die meist zahlreich umherliegende Kätzchen und gehen nur zur Not an andere Pflanzen. Die Verpuppung erfolgt in der Erde nach wochenlangem Präpupa-Stadium und die Falter fliegen ab Ende August bis Ende Oktober, selten auch noch Anfang November.

Gefährdungsursachen:
Xanthia togata ist grundsätzlich nicht gefährdet. Dennoch verliert sie ungezählte Brutmöglichkeiten durch die von unserer Forstwirtschaft nach wie vor akribisch ausgeführte Vernichtung von wirtschaftlich wertlosen Weichhölzern.

Bemerkungen:
Die Verbreitung ist holarktisch (Europa, nördliches Asien und Nordamerika).



Xanthia citrago | Xanthia icteritia 
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