Raupennahrungspflanzen:
Die Raupe lebt polyphag an Kr�utern. Vor der �berwinterung trug ich sie Ende Juli 2009 in Griechenland (Falakron-Gebirge, 1400m NN) und im Wallis zahlreich als Eiraupe mit Silene-Bl�ten ein. Wie auch diejenige von Polia bombycina befrisst sie dann im Fr�hjahr gerne Pulsatilla-Bl�ten (im Wallis beobachtet) und kann so leicht unter Moos und Gras an der Basis der auff�llig befressenen Pflanzen gefunden werden.
Lebensraumansprüche:
Polia serratilinea besiedelt offene, trockenwarme Habitate wie Steppenh�nge und Felsrasen. Oft sind Trockengeb�sche eingesprengt.
Entwicklungszyklus:
Die Raupe �berwintert und kann im April und in h�heren Lagen noch im Mai gesucht werden. Tags�ber ist sie an der Basis unter Moos und Streu verborgen. Die Falter fliegen von Juni bis August, in den w�rmsten Lagen wohl schon ab Ende Mai. Die Eiablage scheint nach eigenen Beobachtungen gerne an Silene-St�ngeln zu erfolgen (Fund zweier Eigelege im Phalakron-Gebiet, Nordgriechenland im Juli 2011). Das passt gut zu den Jungraupenfunden in Nelkenbl�ten.
Gefährdungsursachen:
In vielen Gegenden verliert Polia serratilinea massiv Habitate an den Expansionsdrang des Menschen (�berbauung, landwirtschaftliche Intensivierung wie Weinbau) oder andererseits auch durch Aufgabe extensiver Beweidung und nachfolgende Verbuschung.
Bemerkungen:
Die Verbreitung erstreckt sich �ber europ�ische und vor allem asiatische Gebirge. In Europa ist Polia serratilinea auf den S�dalpenraum, Teile der Zentralalpen, den Balkan und den S�dural beschr�nkt.