Raupennahrungspflanzen:
Die Raupe ist polyphag, bevorzugt aber Vaccinium (Heidelbeere), Betula (Birke), Salix (Weide) und Calluna (Heidekraut).
Lebensraumansprüche:
Polia trimaculosa besiedelt meist bodensaure, nur m��ig trockene bis gerne moorige, lichte Stellen in W�ldern wie Kahlschl�ge, Wegr�nder, Schneisen etc. Sie findet sich in Nadelw�ldern bodensaurer Mittelgebirge (Schwarzwald, Bayerischer Wald etc.), der Alpen, in Hochmoorgebieten (etwa im Voralpenland) sowie in Sandgebieten. Zu warme Gegenden werden gemieden.
Entwicklungszyklus:
Die Jungraupe fand ich im Oktober wiederholt im Nordschwarzwald auf etwa 1000m NN an bodennahem Salweidengeb�sch, an Vaccinium myrtillus und Calluna. Sie �berwintert im vorletzten Stadium. Im Fr�hjahr lebt die Raupe dann von M�rz bis Mai oder Anfang Juni nachtaktiv an bodennahen Teilen austreibender Geh�lze (Birken, Vaccinium, Weide etc.) und wohl auch an krautigen Pflanzen. Die in der Literatur aufgestellte Hypothese, dass die Eiablage nur an Betula erfolge, stimmt f�r den von mir beobachteten Lebensraum im Nordschwarzwald sicher nicht, da Birken an etlichen Raupenfundstellen fehlten.
Die Falter fliegen in einer Generation von Juni bis Mitte August.
Gefährdung: stellenweise zurückgehend bzw. gefährdet
Gefährdungsursachen:
Da Polia trimaculosa auf lichte, wenig produktive, eher k�hle W�lder und Moorr�nder angewiesen ist, wird sie durch zu dichte Aufforstung, Entw�sserung, touristische Einrichtungen in den Mittelgebirgen und vermutlich auch durch die Klimaerw�rmung beeintr�chtigt.
Bemerkungen:
Polia trimaculosa kommt von Mittel- und Nordeuropa bis Ostasien vor. Nach S�den kommt sie bis in die S�dalpen S�dfrankreichs und Italiens sowie zum Balkan hin vor.