Mormo maura (Linnaeus, 1758) (Schwarzes Ordensband)


Mormo maura: Falter [S] Mormo maura: Falter [S] Mormo maura: Falter [S] Mormo maura: Falter [S] Mormo maura: Falter (etwas heller) [S] Mormo maura: Falter (etwas heller) [S] Mormo maura: Unterseite (Strecken der Fl�gel) [S] Mormo maura: L2-Raupe (in H�utungsruhe zu L3) [M] Mormo maura: L2-Raupe (in H�utungsruhe zu L3) [M] Mormo maura: L3-Raupe [S] Mormo maura: L3 [S] Mormo maura: L3-Raupe [S] Mormo maura: L4-Raupe [S] Mormo maura: L4-Raupe [S] Mormo maura: L4-Raupe [S] Mormo maura: L4-Raupe [S] Mormo maura: L4-Raupe: Kopf [S] Mormo maura: L5-Raupe [S] Mormo maura: L5-Raupe [S] Mormo maura: L5-Raupe [S] Mormo maura: L5-Raupe [S] Mormo maura: Kopf (L5-Raupe) [S] Mormo maura: L5-Raupe [S] Mormo maura: L6-Raupe (letztes Stadium) [S] Mormo maura: L6-Raupe (letztes Stadium) [S] Mormo maura: L6-Raupe (letztes Stadium) [S] Mormo maura: L6-Raupe (letztes Stadium) [S] Mormo maura: L6-Raupe (letztes Stadium) [S] Mormo maura: L6-Raupe (letztes Stadium) [S] Mormo maura: L6-Raupe (letztes Stadium) [S] Mormo maura: L6-Raupe (letztes Stadium) [S] Mormo maura: L6-Raupe (letztes Stadium): Kopf [S] Mormo maura: L6-Raupe (letztes Stadium) [S] Mormo maura: L6-Raupe (letztes Stadium) [S] Mormo maura: Kopf lateral (Stemmata sichtbar) [S] Mormo maura: Kopf und Halsschild [S] Mormo maura: Stigma (Brustbereich) [S] Mormo maura: Stigma Detail (K�rperende) [S] Mormo maura: L6-Raupe (letztes Stadium): dorsocaudal [S] Mormo maura: L6-Raupe (letztes Stadium) [S] Mormo maura: Raupe caudodorsal [S] Mormo maura: Puppe kurz nach der Verpuppung [S] Mormo maura: Puppe kurz nach der Verpuppung [S] Mormo maura: Puppe ein Tag nach der Verpuppung (beginnende Wachsbereifung) [S] Mormo maura: Puppe nach einer Woche [S] Mormo maura: Falterschlupf: Wenn die Imago die Puppenh�lle gesprengt hat, h�lt sie in dieser Position einige Minuten inne und sondert einen gro�en Tropfen Sekret ab, um den Kokon f�r den Durchbruch aufzuweichen. [S] Mormo maura: Larvalhabitat an einem Bach bei Schw�bisch Gm�nd (Ende Oktober 2011) [N] Mormo maura: Larvalhabitat an einem Bach bei Schw�bisch Gm�nd (November 2011) [N]

Raupennahrungspflanzen:
Die Raupe lebt polyphag in der Krauschicht der Gew�sserufer (Urtica dioica, Rumex etc.). Vor allem nach der �berwinterung frisst sie auch gerne an austreibenden Laubgeh�lzen (Salix, Alnus, Fraxinus, Acer, Populus, Viburnum usw.).

Lebensraumansprüche:
Mormo maura ist ein typischer Bewohner der gew�sserbegleitenden Vegetation an B�chen, Fl�ssen und auch stehenden Gew�ssern (Weiher, Seen) in w�rmeren, tiefen Lagen (vor allem unterhalb von 650m NN), solange diese zumindest stellenweise eine Geh�lzgalerie aufweisen. Mormo maura kommt auch mit schmalen Streifen an B�chen in der Kulturlandschaft aus. Typische Begleiter unter den Noctuiden sind etwa Naenia typica, einige Xestia wie Xestia baja, X. ditrapezium, X. triangulum und X. rhomboidea sowie Graphiphora augur. Auch Arctia caja kommt an solchen Stellen regelm��ig vor.

Entwicklungszyklus:
Die Falter fliegen von Ende Juni bis Anfang Oktober mit Maximum im August in einer Generation. Sie halten sich gerne in unmittelbarer Gew�ssern�he auf.

Die Raupen entwickeln sich im Herbst relativ sp�t. So fand ich am 30. Oktober 2011 bei Schw�bisch Gm�nd eine L2-Raupe bodennah in einem Urtica-Saum direkt am Ufer eines kleinen Baches und eine Woche sp�ter an einem anderen Bachabschnitt eine L3-Raupe. Die Raupen halten offenbar keine echte Winterruhe, sondern fressen zumindest im Sp�therbst (als L2 und L3), solange es die Temperaturen zulassen. Das Hauptwachstum findet allerdings erst im Fr�hjahr von M�rz bis Mai statt, wobei die Raupen sp�testens dann rein nachtaktiv sind und sich tags�ber lichtscheu unter Rinde oder im Bodengenist verstecken. Nachts kann man die Raupen teils meterhoch an austreibenden Geh�lzen nahe am Wasser finden. Die L6-Raupe verpuppt sich im Mai oder Anfang Juni in einem Kokon am Boden bzw. im Ufergenist der Gew�sser.

Gefährdung: gefährdet

Gefährdungsursachen:
Mormo maura hat zwar in den vergangenen Jahrzehnten massiv Habitate durch die schier unvorstellbaren Ver�nderungen der nat�rlichen Gew�sser durch menschliche Aktivit�ten aller Art (Bachbegradigungen, Betonierungen, Verrohrungen, Vernichtung von Uferstreifen und Auw�ldern, extreme Eutrophierung, Zersiedelung, Verkehrswege) verloren. Dennoch ist sie dank ihrer F�higkeit, auch leicht bis mittel eutrophierte und eher kleinfl�chig ausgebildete Uferstreifen zu besiedeln, vor allem im Tiefland noch ziemlich weit verbreitet.

Bemerkungen:
Mormo maura ist von Nordwestafrika �ber S�d- und Mitteleuropa (nach Norden bis in den Norden der Britischen Inseln und nach Norddeutschland) und Teile des westlichen Asien (Kleinasien, Naher Osten) verbreitet.


English version / englische Version