Lygephila pastinum (Treitschke, 1826) (Nierenfleck-Wickeneule)


Lygephila pastinum: Falter (e.l. Iller bei Memmingen) [S] Lygephila pastinum: Falter (Pfälzische Rheinebene, Ende August 2008) [N] Lygephila pastinum: Raupe vor der Überwinterung (eastern Swabian Alb) [N] Lygephila pastinum: Raupe (Memmingen) [S] Lygephila pastinum: Raupe (Schwäbische Alb) [M] Lygephila pastinum: Raupe [S] Lygephila pastinum: Puppe [S] Lygephila pastinum: Habitat in einer mageren Wiese im Oberrheintal (Falterfunde der zweiten Generation Ende August 2008) [N] Lygephila pastinum: Larvalhabitat auf einem Kahlschlag der Ostalb. Wenn in solchen Beständen Vicia vorkommt, kann man die Raupen im Herbst klopfen (Oktober 2009) [N]

Raupennahrungspflanzen:
Die Raupen leben an Vicia-Arten wie Vicia cracca und V. tenuifolia.

Lebensraumansprüche:
Lygephila pastinum besiedelt besonders Säume mit der Raupennahrungspflanze, etwa in Halbtrockenrasen, Riedwiesen oder auch an Rändern besonnter Waldwege und Kahlschläge.

Entwicklungszyklus:
Die Falter fliegen meist in einer Generation im Juni/Juli. In tiefen Lagen kommt es allerdings regelmäßig zu einer zweiten Generation mit Faltern von Mitte Mai bis Anfang Juli und wieder im August/September. Die Raupen überwintern und können im Herbst (September/Oktober) aus Wickenbeständen geklopft werden. Im Frühjahr leben sie bodennah und verstecken sich tagsüber in der Streuschicht.

Gefährdungsursachen:
Durch Rückgang eher magerer Säume verliert Lygephila pastinum massiv Habitate, ist aber insgesamt noch die verbreitetste Art der Gattung.

Bemerkungen:
Die Verbreitung erstreckt sich von Nordspanien über Zentraleuropa und das gemäßigte Asien bis Japan.


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