Anarta myrtilli (Linnaeus, 1761) (Heidekraut-Bunteule)


Anarta myrtilli: Falter [S] Anarta myrtilli: Falter [S] Anarta myrtilli: Falter [S] Anarta myrtilli: Raupe (Nordschwarzwald, Anfang Oktober 2010) [N] Anarta myrtilli: Raupe (Nordschwarzwald, Anfang Oktober 2010) [N] Anarta myrtilli: Raupe (Nordschwarzwald, Anfang Oktober 2010) [N] Anarta myrtilli: Raupe (Nordschwarzwald, Anfang Oktober 2010) [N] Anarta myrtilli: Raupe (Nordschwarzwald, Anfang Oktober 2010) [M] Anarta myrtilli: Puppe [S] Anarta myrtilli: Larvalhabitat im Nordschwarzwald auf einer ehemaligen Windwurffläche (Oktober 2010) [N]

Raupennahrungspflanzen:
Die Raupe lebt an Calluna vulgaris (Besenheide).

Lebensraumansprüche:
Anarta myrtilli besiedelt sonnige Calluna-Standorte wie verheidete Hochmoore, Calluna-Heiden auf Silikat in den Gebirgen oder Sandheiden in der Ebene.

Entwicklungszyklus:
Die Falter fliegen in ein bis (meist) zwei Generationen von April bis Anfang September. Die Raupe lebt vom Sommer bis Oktober auch tagsüber offen, aber gut getarnt an der Nahrungspflanze. Die Puppe überwintert.

Gefährdung: stellenweise zurückgehend bzw. gefährdet

Gefährdungsursachen:
Im Tiefland, beispielsweise im Oberrheintal, hat Anarta myrtilli infolge der Intensivierung in der Landwirtschaft und der immer weiter ausufernden Überbauung durch Industrie, Verkehrswege und Siedlungen bereits fast alle Standorte verloren. In den Gebirgen ist Anarta myrtilli derzeit noch weniger bedroht, wenn auch hier durch Verwaldung, Pistenplanierungen und andere touristische Einrichtungen ständig Habitatfläche verloren geht. Im Nordschwarzwald konnte Anarta myrtilli von den Sturmflächen der letzten Jahrzehnte etwas profitieren, was mit dem allmählichen Zuwachsen derselben derzeit wieder aufgehoben wird.

Bemerkungen:
Anarta myrtilli ist in Europa insgesamt recht weit verbreitet, fehlt aber vielen Landschaften ganz (Kalkgebiete etc.). Im Süden ist sie insgesamt seltener und fehlt etwa in Süditalien oder Griechenland.


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