Erebia tyndarus (Esper, 1781) (Schiller-Mohrenfalter)


Erebia tyndarus: Männchen (Täschalpe, Wallis) [N] Erebia tyndarus: Falter beim Saugen von Schweiß (Rätikon) [N] Erebia tyndarus: Männchen (Täschalpe) [N] Erebia tyndarus: Weibchen (Täschalpe, Wallis) [N] Erebia tyndarus: Weibchen (Täschalpe, Wallis) [N] Erebia tyndarus: Kopula (Täschalpe, Wallis) [N] Erebia tyndarus: Weibchen [S] Erebia tyndarus: Weibchen-Oberseite [M] Erebia tyndarus: Weibchen-Unterseite [N] Erebia tyndarus: Ei [M] Erebia tyndarus: Ei [S] Erebia tyndarus: Ei [M] Erebia tyndarus: L1-Raupe [S] Erebia tyndarus: Jungraupe [S] Erebia tyndarus: L2-Raupe [S] Erebia tyndarus: Halbwüchsige Raupe [S] Erebia tyndarus: Halbwüchsige Raupe [S] Erebia tyndarus: Halbwüchsige Raupe [S] Erebia tyndarus: Raupe, eben im letzten Stadium [S] Erebia tyndarus: Raupe eben im letzten Stadium [S] Erebia tyndarus: Raupe, ausgewachsen [S] Erebia tyndarus: Raupe [S] Erebia tyndarus: Raupe [S] Erebia tyndarus: Raupe [S] Erebia tyndarus: Raupe, grünliche Form [S] Erebia tyndarus: Kopf mit 4 Zapfen [S] Erebia tyndarus: Kopf mit Zapfen [S] Erebia tyndarus: Puppe [S] Erebia tyndarus: Puppe [S] Erebia tyndarus: Puppe [S] Erebia tyndarus: Puppe [S] Erebia tyndarus: Puppe [S] Erebia tyndarus: Habitat im Allgäu: eher trockene Weiden mit angerissenen Erdpfaden [N] Erebia tyndarus: Habitat auf der Walliser Täschalpe [N]

Raupennahrungspflanzen:
Die Raupe befrisst Gräser meist geringer bis mittlerer Produktion. Viele Eier und Raupen fand ich an horstbildenden, nadelblättrigen Festuca-Arten wie Festuca qudriflora und F. halleri, aber auch etwa an Nardus stricta.

Lebensraumansprüche:
Erebia tyndarus besiedelt Alpenweiden und andere grasreiche Stellen der Alpen ab ca. 1400m NN. Meist müssen offene Bodenstellen wie Felsen, Anrisse oder Trittspuren vorhanden sein. So finden sich Falter im Ansitz gerne entlang erdiger Wanderwege. Eier fand ich an Festuca-Blätter angeheftet.

Entwicklungszyklus:
Erebia tyndarus überwintert als Jungraupe (L1-L2) und weist eine einjährige Entwicklung auf. Die Flugzeit liegt demnach eher spät von Juli bis in den September.

Gefährdungsursachen:
Erebia tyndarus ist in ihrem Verbreitungsgebiet häufig und nur wenig gefährdet (durch die üblichen Faktoren Tourismus und andere Infrastrukturmaßnahmen, Landwirtschaftliche Intensivierung, aber auch Aufgabe der Bewirtschaftung in tiefen Lagen und nachfolgende Verwaldung).

Bemerkungen:
Die Gesamtverbreitung von Erebia tyndarus beschränkt sich auf das Gebiet zwischen dem westlichen Wallis, Norditalien, den Allgäuer Alpen und reicht nach Osten bis zu den Stubaier Alpen. Weiter westlich und weiter östlich fliegt dann Erebia cassioides bzw. deren Kleinarten.

Hinweise zur Bestimmung:
Die Raupe weist am Kopf (Stirn) vier Fortsätze auf, die sie in den Allgäuer Alpen unverwechselbar machen. Auch die Falter sind am Flugbild und der schillernden Oberseite leicht zu erkennen. Weiter südöstlich (Österreich) und südwestlich (Schweiz) kommen aber mit Erebia nivalis und Erebia cassioides zwei ähnliche Arten vor. Weiterhin gibt es in den Südalpen noch weitere Vertreter dieser Gruppe.



Erebia aethiops | Erebia alberganus | Erebia calcaria | Erebia cassioides | Erebia claudina | Erebia epiphron | Erebia epistygne | Erebia eriphyle | Erebia euryale | Erebia flavofasciata | Erebia gorge | Erebia lefebvrei | Erebia ligea | Erebia manto | Erebia medusa | Erebia melampus | Erebia melas | Erebia meolans | Erebia mnestra | Erebia montana | Erebia neoridas | Erebia nivalis | Erebia oeme | Erebia orientalis | Erebia ottomana | Erebia palarica | Erebia pandrose | Erebia pharte | Erebia pluto | Erebia pronoe | Erebia rhodopensis | Erebia rondoui | Erebia scipio | Erebia sthennyo | Erebia stirius | Erebia styx | Erebia sudetica | Erebia triaria | Erebia zapateri