Raupennahrungspflanzen:
Viola-Arten. In Ackergebieten wird meist Viola arvensis befressen, in Magerrasengebieten oft Viola hirta.
Lebensraumansprüche:
Issoria lathonia besiedelt Offenland aller Art, solange Raupennahrung vorhanden ist. Der Falter kommt derzeit kleinfl�chig sogar im Allg�u vor, etwa an Magerrasenb�schungen oder Ackerrainen. Besonders h�ufig ist er in Ackerbaugebieten auf Kalk oder Sand. Eiablagen beobachtete ich in Wacholderheiden an �stchen und Bl�ttern sowie der Raupennahrung Viola hirta sowie auf �ckern an Halmen und Viola arvensis. In den Alpen steigt Issoria lathonia bis 2500m NN, ist hier aber wohl nur in den S�dalpen bodenst�ndig. So fand ich eine ausgewachsene Raupe auf 2300 m NN am Simplonpass im Wallis.
Am Olymp in 1000m NN fand ich im Mai 2010 Raupen an einer Schuttstelle am Waldrand an Viola arvensis.
Entwicklungszyklus:
Issoria lathonia bildet mehrere Generationen pro Jahr aus. Die Raupe �berwintert meist als L4 und ist an den ersten sonnigen Vorfr�hlingstagen bereits aktiv. Erste Falter beobachtete ich auf der Schw�bischen Alb bereits im April. Letzte Falter der mutma�lich dritten Generation lassen sich noch Ende Oktober registrieren.
Gefährdungsursachen:
Nach einem Bestandstief wurde Issoria lathonia in den letzten Jahren in Mitteleuropa ziemlich h�ufig und d�rfte wenig gef�hrdet sein. Haupts�chlich die Intensivierung in der Landwirtschaft (�berd�ngung, Spritzung) d�rfte aber in der Tat die verf�gbare Habitatfl�che stark einschr�nken.
Bemerkungen:
Die Gesamtverbreitung reicht von Nordafrika �ber Europa und Asien bis Indien und zur Mongolei.