Erebia meolans (Prunner, 1798) (Gelbbindiger Mohrenfalter)


Erebia meolans: Oberseite Erebia meolans: Oberseite [S] Erebia meolans: Oberseite [S] Erebia meolans: Männchen (Schwarzwald) [M] Erebia meolans: Männchen (Schwarzwald) [N] Erebia meolans: Weibchen (Schwarzwald) [M] Erebia meolans: Unterseite in Ruhe [S] Erebia meolans: Unterseite [S] Erebia meolans: Männchen (Schwarzwald 2009) [N] Erebia meolans: Falter (e.l. Bregenzer Wald, Kanisfluh) [S] Erebia meolans: Männchen (e.l. Bregenzer Wald, Kanisfluh) [S] Erebia meolans: Frisch gelegtes Ei in einem Blütenstand von Avenella flexuosa (Schwarzwald 2009) [M] Erebia meolans: Älteres Ei [S] Erebia meolans: Ei nach einigen Tagen [S] Erebia meolans: Jungraupe [S] Erebia meolans: Jungraupe [S] Erebia meolans: Raupe im vorletzten Stadium (Norschwarzwald, Mai 2008) [M] Erebia meolans: Raupe nach der letzten Häutung (Nordschwarzwald) [M] Erebia meolans: Raupe nach der letzten Häutung [S] Erebia meolans: Nach der letzten Häutung ist die Raupe zunächst noch beige gefärbt. [M] Erebia meolans: Nach einiger Futterannahme und zunehmendem Wachstum beginnt die Verfärbung nach grün. [S] Erebia meolans: Ab der Mitte des letzten Stadiums sind die Tiere grün gefärbt. Nur der Kopf bleibt braun. [S] Erebia meolans: Prall erwachsene Raupe (e.l. Nordschwarzwald) [S] Erebia meolans: Raupe (Bregenzer Wald, Kanisfluh, Anfang Mai 2010) [M] Erebia meolans: Bräunliche Raupenvariante, die nur selten vorkommt [S] Erebia meolans: Puppe [S] Erebia meolans: Puppe ventral (e.l. Nordschwarzwald) [S] Erebia meolans: Puppe dorsal [S] Erebia meolans: Puppe (e.l. Kanisfluh) [S] Erebia meolans: Habitat im Nordschwarzwald in etwa 1000m NN (Raupenfundstelle, Mai 2008) [N] Erebia meolans: Falter- und Eiablagehabitat im Nordschwarzwald 2009 [N] Erebia meolans: Habitat im westlichen Wallis auf 2000 m NN [N] Erebia meolans: Habitat auf der Kanisfluh im Bregenzer Wald: Felshänge im Hintergrund (Anfang Mai 2010, etliche Raupenfunde) [N]

Raupennahrungspflanzen:
Die Raupen leben an Gräsern geringer Produktion, vor allem Festuca-Arten wie Festuca ovina, Nardus stricta und Avenella flexuosa.

Lebensraumansprüche:
Erebia meolans besiedelt Flächen mit Offenbodenstellen wie Felshänge, steinige Weiden, Anrißstellen an Wegböschungen und ähnliche Stellen. In vielen Fällen befinden sich die Fundstellen in Waldnähe. Zum Lebensraum gehören auch junge Windwurfflächen und breite Waldwegränder. Die Höhenlage kann von 400m NN bis weit über 2000m NN schwanken, doch finden sich die meisten Fundorte in der hochmontanen Waldstufe von 900 bis 1800 m NN.

Entwicklungszyklus:
Die Raupe überwintert gewöhnlich einmal im vorletzten Stadium. In den höchsten Lagen sind auch zwei Überwinterungen möglich. Raupen im vorletzten Stadium fand ich Ende April 2008 im Schwarzwald auf 1100 m NN kurz nach der Schneeschmelze an Avenella flexuosa entlang von Wegen durch Windwurfflächen. Die Falter fliegen je nach Höhenlage von Mitte Mai bis in den August. So beobachtete ich Anfang August 2008 Falter in 2000m NN im westlichen Wallis. Die Eiablage findet entweder an Grasblüten oder bodennah in die Horste statt.

Gefährdung: gefährdet

Gefährdungsursachen:
Populationen der Art siedeln meist in Höhenlagen, wo sie noch voll den menschlichen Aktivitäten ausgesetzt sind. Deswegen ist meist eine deutliche Gefährdung durch dichte Aufforstung oder landwirtschaftliche und touristische Erschließungen zu konstatieren. Nur natürliche Felshänge sind etwas besser geschützt. In Deutschland ist Erebia meolans im Schwarzwald in den tieferen Lagen deutlich zurückgegangen und im Thüringer Wald wohl ausgestorben.

Bemerkungen:
Erebia meolans ist in den Gebirgen Westeuropas verbreitet (Nordspanien, Pyrenäen, Zentralmassif, Alpen, lokal Apennin, Schwarzwald, Schweizer und französischer Jura, Vogesen, Bayerischer Wald, früher Thüringer Wald). In den Alpen steht eine dichte Besiedelung der Westalpen einer Ausdünnung nach Osten gegenüber, so dass in den östlichen Alpen (Ostbayern und Ostösterreich) keine Vorkommen bekannt sind.



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