Chazara briseis (Linnaeus, 1764) (Berghexe)


Chazara briseis: Falter (Ostalb, August 2010) [N] Chazara briseis: M�nnchen (Ostalb) [N] Chazara briseis: M�nnchen-Unterseite [N] Chazara briseis: M�nnchen (Askion, Nordgriechenland, Juli 2010) [N] Chazara briseis: Weibchen (Ostalb) [N] Chazara briseis: Weibchen (Ostalb) [N] Chazara briseis: Weibchen-Oberseite [N] Chazara briseis: Weibchen-Unterseite [N] Chazara briseis: Eiablage [N] Chazara briseis: Eiablage [N] Chazara briseis: Eiablage (Ostalb, August 2010) [N] Chazara briseis: Eiablage (Ostalb, August 2010) [N] Chazara briseis: Ei [M] Chazara briseis: Ei [M] Chazara briseis: Eiraupe [S] Chazara briseis: L1 [S] Chazara briseis: Jungraupe [M] Chazara briseis: Halbw�chsige Raupe Chazara briseis: Halbw�chsige Raupe (Provence) [M] Chazara briseis: Raupe Chazara briseis: Raupe [M] Chazara briseis: Raupe Chazara briseis: Raupe (Provence) [M] Chazara briseis: Raupe Details cranial [S] Chazara briseis: Puppe [S] Chazara briseis: Eiablagehabitat: Ei in der Bildmitte (Ostalb) [N] Chazara briseis: Eiablage- und Larvalhabitat: Festuca guestfalica in l�ckiger Schafweide (Ostalb) [N] Chazara briseis: Habitat: scharf in Wandersch�ferei beweidete Wacholderheide (Ostalb) [N] Chazara briseis: Habitat, das allm�hlich von Baugebieten eingezw�ngt wird, was langfristig ebenfalls entwertend wirkt (Ostalb) [N] Chazara briseis: Larvalhabitat in der Hoch-Provence (Verdon, April 2010). Hier fanden sich auch Raupen von Arctia tigrina. [N]

Raupennahrungspflanzen:
Die Raupe lebt an Gr�sern magerer Standorte (Festuca, Sesleria, Bromus u.a.). Hauptnahrungspflanze ist Festuca ovina agg. (auf der Ostalab oft Festuca guestfalica).

Lebensraumansprüche:
Chazara briseis ben�tigt gro�fl�chige Kalkmagerrasen, die in Wandersch�ferei intensiver beweidet werden und niedrigw�chsige, moos- und flechtenreiche Stellen sowie Offenbodenstellen und oft auch Steine und Felsen aufweisen. Dazu m�ssen die Fl�chen im Allgemeinen ziemlich steil sein.

Entwicklungszyklus:
Chazara briseis �berwintert als kleine Raupe. Diese ist gegen Ende Juni ausgewachsen und nach der �berwinterung rein nachtaktiv. Die Falter fliegen von Ende Juli bis weit in den September, teils noch Anfang Oktober. Die Eier werden bodennah an Grashalme (Festuca ovina agg. u.a.), Moos und Flechten oder andere Pflanzenteile abgelegt. In der Hochprovence fand ich im April 2010 recht h�ufig Jungraupen an steinig-felsigen Stellen in Festuca ovina agg.-Horsten ruhend. Hier scheint der Falter noch weit verbreitet zu sein (etwa am Verdon).
Auf der Ostalb fand ich die Raupe nachts mit der Taschenlampe (Mai, Juni).

Gefährdung: vom Aussterben bedroht

Gefährdungsursachen:
Durch den R�ckgang der Wandersch�ferei und Eutrophierung (Luft) ist der sch�ne Falter vom Aussterben bedroht. Chazara briseis geh�rt zu denen, die in Deutschland in den n�chsten Jahrzehnten verschwinden werden, wenn auch an einigen sehr wenigen Stellen noch etwas gr��ere Abundanzen anzutreffen sind.

Im S�den (z.B. Griechenland oder Provence) ist Chazara briseis zwar ebenfalls im R�ckgang begriffen, da hier aber dennoch wesentlich mehr Habitate �brig sind als in Mitteleuropa, ist die Gef�hrdung hier noch nicht existenziell.

Bemerkungen:
Der Artnachweis gelingt auch recht leicht Ende Mai und im Juni durch Leuchten der Raupe, die dann oft in einigen Zentimeter bis Dezimeter H�he an Grashalmen sitzt. Meist finden sich die Raupen an den magersten und oft auch steilsten Stellen des Habitats.

Die Gesamtverbreitung reicht von Nordwestafrika �ber S�d- und vereinzelt auch Mitteleuropa bis Westchina.



Chazara prieuri