Polyommatus damon (Denis & Schiffermüller, 1775) (Weißdolch-Bläuling)


Polyommatus damon: Männchen (e.l. Wallis) [S] Polyommatus damon: Männchen [S] Polyommatus damon: Männchen [N] Polyommatus damon: Männchen Unterseite [N] Polyommatus damon: Weibchen-Unterseite [N] Polyommatus damon: Ei [N] Polyommatus damon: Ei [N] Polyommatus damon: Raupe im vorletzten Stadium [S] Polyommatus damon: Raupe [M] Polyommatus damon: Raupe [N] Polyommatus damon: Raupe [S] Polyommatus damon: Raupe (Wallis) [N] Polyommatus damon: Raupe (Hoch-Provence) [N] Polyommatus damon: Raupe mit viel Rot (Wallis, Anfang Juni 2010) [M] Polyommatus damon: Raupe (Wallis, Anfang Juni 2010) [M] Polyommatus damon: Raupe (Col d Izoard, Anfang Juli 2012) [N] Polyommatus damon: Raupe (Col d Izoard, Anfang Juli 2012) [N] Polyommatus damon: Puppe [S] Polyommatus damon: Puppe (Wallis) [S] Polyommatus damon: Larvalhabitat zur Zeit der jungen bis halbwüchsigen Raupe (01.05.2007, Wallis) [N] Polyommatus damon: Habitat in den Südwestalpen (Col d Izoard, 2200m NN, Anfang Juli 2012) [N] Polyommatus damon: Habitat in den Südwestalpen (Col d Izoard, 2200m NN, Anfang Juli 2012) [N]

Raupennahrungspflanzen:
Die Raupen leben an Onobrychis-Arten.

Lebensraumansprüche:
Polyommatus damon besiedelt heiße Magerrasen vom Tiefland/Mittelgebirge bis weit über 2000m NN in den Alpen. Der Falter fehlt aber weiten Gebieten des Nordalpenraumes. In den südwestlichen Alpen ist er hingegen weit verbreitet und fehlt in fast keinem größeren Berggebiet. In Deutschland ist Polyommatus damon schon fast verschwunden und kommt nur mehr an wenigen Stellen etwa im Jura oder Keupergebiet vor.

Entwicklungszyklus:
Es überwintert meist die L1-Raupe, seltener auch die Raupe im Ei (letzteres Literaturangaben). Die L1 nimmt vor der Überwinterung etwas Nahrung auf und setzt sich dann bodennah zur Überwinterung fest. Frühjahrsraupen mit ihrer Ameisengarde fand ich beispielsweise Ende Mai in den Seealpen (Cuneo) oder im Wallis (April bis Juni) tagsüber recht häufig bodennah zwischen den Onobrychis-Stauden, teils auch fressend.
Die Eier werden zum Teil an Fruchtstände, zum Teil aber auch an grüne Blätter der Nahrungspflanze und an umgebende Pflanzen (Potentilla) abgelegt. Letztere Beobachtungen stammen aus dem Wallis.

Gefährdung: vom Aussterben bedroht

Gefährdungsursachen:
In Mitteleuropa nördlich der Alpen ist Polyommatus damon durch Rückgang der Nahrungspflanze unter mechanisch (kein zu starker Verbiß, keine intensive Mahd) und mikroklimatisch (heiß, geringe Vegetationsdeckung) verträglichen Rahmenbedingungen vom Aussterben bedroht. In den Südwestalpen ist der Falter hingegen immer noch stellenweise eine häufige Erscheinung.

Bemerkungen:
Polyommatus damon kommt lokal von Spanien über Mittel- und Südosteuropa (Balkan) und die Türkei bis zum Altai vor.



Polyommatus admetus | Polyommatus agestis | Polyommatus amandus | Polyommatus argus | Polyommatus argyrognomon | Polyommatus aroaniensis | Polyommatus artaxerxes | Polyommatus bellargus | Polyommatus coridon | Polyommatus cramera | Polyommatus daphnis | Polyommatus dolus | Polyommatus dorylas | Polyommatus eros | Polyommatus escheri | Polyommatus eumedon | Polyommatus fabressei | Polyommatus glandon | Polyommatus hispanus | Polyommatus icarus | Polyommatus idas | Polyommatus loewii | Polyommatus nicias | Polyommatus nivescens | Polyommatus orbitulus | Polyommatus pylaon | Polyommatus pyrenaicus | Polyommatus ripartii | Polyommatus semiargus | Polyommatus thersites