Raupennahrungspflanzen:
Die Raupen leben an verschiedenen bodennahen Schmetterlingsbl�tlern, besonders oft Medicago-Arten.
Lebensraumansprüche:
Tomares ballus besiedelt niedrigw�chsige oder zumindest l�ckige Fl�chen, in denen sich auf kleinen Offenbodenstellen eine Winteranuellenflur aus u.a. Medicago-Arten bilden kann. Diese keimen im Herbst nach dem ersten Regen, entwickeln sich im Winter und vor allem Fr�hjahr und stellen somit eine optimale Raupennahrung sicher.
Diese Larvalhabitate k�nnen einerseits an felsigen H�ngen oder in beweideten Magerrasengebieten liegen. Andererseits werden auch sehr extensiv bewirtschaftete �cker und v.a. deren Brachestadien besiedelt.
Entwicklungszyklus:
Die Falter fliegen im zeitigen Fr�hling von Ende Februar bis Anfang Mai. Ich fand sie in Andalusien (Sierra de Tejada) und bei Madrid Ende M�rz 2015 in H�hen zwischen 400 und 1400m NN. Die Eier werden sehr bodennah sowohl auf der Oberseite (am h�ufigsten) als auch auf der Unterseite (seltener) der Teilbl�ttchen abgelegt, manchmal auch an St�ngeln. Dabei orientieren sich die Falter zun�chst optisch und landen auch auf �hnlich aussehenden Polstern anderer Pflanzen. Die Raupen leben von Ende M�rz bis Mai und verpuppen sich am Boden. Die Puppe �berwintert.
Gefährdungsursachen:
Tomares ballus ist regional (z.B. Provence) stark gef�hrdet durch die Intensivierung der Landwirtschaft und den R�ckgang der Schafbeweidung. An manchen Stellen auf der Iberischen Halbinsel und in Nordafrika ist der Falter aber noch zahlreicher zu finden.
Bemerkungen:
Tomares ballus kommt in Teilen Nordafrikas und S�dwesteuropas (Iberische Halbinsel, sehr lokal in S�dfrankreich) vor.