Boloria titania (Esper, 1793) (Natternwurz-Perlmuttfalter)


Boloria titania: Falter (Frankreich, Col de Var, 2000m NN, Anfang Juli 2012) [N] Boloria titania: Falter (Frankreich, Col de Var, 2000m NN, Anfang Juli 2012) [N] Boloria titania: Falter (Massif Central, Mont Lozère, Frankreich, Mitte Juli 2012) [N] Boloria titania: Oberseite (Grindelwald, Juli 2008) [N] Boloria titania: Falter (Allgäuer Alpen) Boloria titania: Unterseite (Allgäuer Alpen) Boloria titania: Untereite [N] Boloria titania: Männchen-Oberseite [N] Boloria titania: Unterseite [N] Boloria titania: Ei an Fichtenzweig [M] Boloria titania: Ei (Detail) [M] Boloria titania: Jungraupe [M] Boloria titania: Raupe Boloria titania: Raupe [S] Boloria titania: Raupe [N] Boloria titania: Raupe Boloria titania: Raupe an Viola (Allgäuer Alpen) [M] Boloria titania: Puppe [S] Boloria titania: Puppe [S] Boloria titania: Puppe [S] Boloria titania: Habitat in den Zentralalpen (Grindelwald, Juli 2008) [N] Boloria titania: Habitat (Raupenfunde zusammen mit Boloria euphrosyne und Boloria thore an Viola biflora) in den Allgäuer Alpen. Hier kommt auch Parnassius mnemosyne vor. [N]

Raupennahrungspflanzen:
Die Raupen leben sowohl an Viola-Arten (besonders Viola biflora) als auch an Polygonum bistorta.

Lebensraumansprüche:
Boloria titania besiedelt Waldlückensysteme, waldnahe Moorwiesen und mit Fichten durchsetzte Bergmatten. In Deutschland ist Boloria titania häufig in den Alpen, seltener hingegen im alpennahen Vorland und einigen Mittelgebirgen wie dem Schwarzwald. Generell handelt es sich meistens um eher feuchte Habitate oder ein Mosaik aus feuchten und trockenen Stellen.

Entwicklungszyklus:
Die Eiablage erfolgt offenbar gerne an Fichtenzweige (an die Nadeln). Die Überwinterung erfolgt als sehr kleine Raupe (L1). Im Frühjahr fand ich überwinterte, schwarze Raupen an Viola biflora in den Allgäuer Alpen, wodurch die wohl sogar hauptsächliche Nutzung von Viola-Arten im Alpenraum belegt ist. Verpuppungsreif sind die Larven im Juni, Falter fliegen von Ende Juni bis August.

Gefährdung: gefährdet

Gefährdungsursachen:
Im Voralpenland ist Boloria titania aufgrund von Lebensraumverlust (hier besonders in Feuchtwiesen-Wald-Komplexen) zurückgegangen, doch im Alpenraum ist sie noch eine der häufigeren Arten.

Bemerkungen:
Die Verbreitung ist holarktisch: Europa, Asien und Nordamerika. In Europa wird Boloria titania im französischen Zentralmassif, in den Alpen sowie einigen ost- und südosteuropäischen Gebirgen und von Südfinnland und dem östlichsten Polen bis in die russische Taiga gefunden.



Boloria aquilonaris | Boloria dia | Boloria eunomia | Boloria euphrosyne | Boloria graeca | Boloria napaea | Boloria pales | Boloria selene | Boloria thore