Nymphalis polychloros (Linnaeus, 1758) (Großer Fuchs)


Nymphalis polychloros: Falter [N] Nymphalis polychloros: Oberseite [N] Nymphalis polychloros: Weibchen, an Blütenknospen von Fraxinus saugend (Nordwürttemberg, Schrozberg, Anfang April 2010) [N] Nymphalis polychloros: Unterseite [N] Nymphalis polychloros: Bereits weitgehend geschlüpftes Eigelege an einem Crataegus-Ästchen (Col de Vence, Frankreich, Ende April 2012) [M] Nymphalis polychloros: Bereits weitgehend geschlüpftes Eigelege an einem Crataegus-Ästchen (Col de Vence, Frankreich, Ende April 2012) [M] Nymphalis polychloros: L1-Raupen (Col de Vence, April 2012) [M] Nymphalis polychloros: Jungraupen (L2, Col de Vence, April 2012) [M] Nymphalis polychloros: Jungraupennest (Nordgriechenland, Mai 2008) [N] Nymphalis polychloros: Raupengesellschaft [N] Nymphalis polychloros: Raupe [N] Nymphalis polychloros: Raupe (e.l. Nordgriechenland) [S] Nymphalis polychloros: Raupen [M] Nymphalis polychloros: Raupengesellschaft an Salweide [N] Nymphalis polychloros: Puppe [S] Nymphalis polychloros: Puppe [S] Nymphalis polychloros: Habitat am Col de Vence sind gebüschreiche, beweidete Magerrasen. Hier fand ich schon Ende April 2012 Jungraupen an Crataegus und Pyrus. [N] Nymphalis polychloros: Habitat auf der Ostalb. In lichten, warmen Waldgebieten sind die Falter im März und April öfter an Wegen oder auf toter vorjähriger Vegetation sitzend zu beobachten (April 2012) [N]

Raupennahrungspflanzen:
Die Raupen fressen an einigen verschiedenen Gehölzen, besonders aus den Familien Salicaceae (Weiden wie Salix caprea), Ulmaceae (Ulmen wie Ulmus glabra oder Celtis australis) und Rosaceae (Prunus, Crataegus etc.). Im Süden sind die Raupen besonders häufig an Zürgelbaum (Celtis) anzutreffen.

Lebensraumansprüche:
Nymphalis polychloros bewohnt lichte Wälder, vor allem Niederwälder im warmen Bereich, Parklandschaften und Heckengebiete. Im Süden lebt der Falter gerne in warmen Flaumeichenwäldern mit Zürgelbaum (etwa auch in Gärten). Sehr häufig ist Nymphalis polychloros beispielsweise in der Valle di Susa oder im Massif de la Sainte Baume bei Marseille.
Aber auch nördlich der Alpen gibt es noch Gegenden, wie den Steigerwald, wo Nymphalis polychloros noch nicht so selten ist. Insgesamt ist der Falter eher ein Bewohner der tieferen und wärmeren Lagen bis 700m NN (vor allem im Süden auch höher).

Entwicklungszyklus:
Die Falter fliegen in einer Generation, im Süden gelegentlich auch in zwei. Überwinterte Falter werden im März aktiv (im Süden teilweise schon im Februar) und sind dann noch bis Mai zu finden. Die Eier werden in Gelegen an dünne Zweige abgelegt. Raupen finden sich vor allem im Mai und Juni. Sie leben in Gemeinschaften zusammen und können kleinere Büsche völlig kahl fressen.
Im Sommer/Herbst sind die Falter nur gelegentlich zu sehen, da sie offenbar Ruheperioden einlegen und auch schon früh mit der Überwinterung beginnen.

Gefährdung: gefährdet

Gefährdungsursachen:
Im Norden ist Nymphalis polychloros vielerorts durch Dunkelwaldwirtschaft und Ausräumung der Landschaft selten geworden. Bei Memmingen ist sie beispielsweise verschwunden. Letzte eigene Funde gelangen hier um 1990. Auf der östlichen Schwäbischen Alb war vor allem in den Jahren 2005-2007 hingegen eine deutliche Zunahme zu vermelden (langjährige Abundanzzyklen). Nymphalis polychloros profitiert von warmen Frühjahren, die eine gute Ablagerate und eine schnelle Raupenentwicklung zulassen.
Südlich des Alpenhauptkamms ist Nymphalis polychloros nicht gefährdet und vielerorts (Nordgriechenland, Südalpen, Provence) sogar ausgesprochen regelmäßig zu beobachten.

Bemerkungen:
Die Verbreitung reicht von Nordafrika über Süd- und Mitteleuropa und das gemäßigte Asien bis zum Himalaya.



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