Argynnis pandora (Denis & Schiffermüller, 1775) (Kardinal)


Argynnis pandora: Männchen (Olymp) [N] Argynnis pandora: Weibchen (Askion) [N] Argynnis pandora: Unterseite [N] Argynnis pandora: Männchen (Ostspanien, Castellòn, Juli 2013) [N] Argynnis pandora: Männchen (e.l. Sardinien 2012) [S] Argynnis pandora: Männchen (e.l. Sardinien 2012) [S] Argynnis pandora: Ei [S] Argynnis pandora: Raupe am Ende des ersten Stadiums [S] Argynnis pandora: Raupe nach der ersten Häutung [S] Argynnis pandora: Raupe im letzten Stadium (Montiferru, 1000m NN, Sardinien, 23.05.2012) [M] Argynnis pandora: Raupe im letzten Stadium (Montiferru, 1000m NN, Sardinien, 23.05.2012) [M] Argynnis pandora: Raupe im letzten Stadium (Montiferru, 1000m NN, Sardinien, 23.05.2012) [N] Argynnis pandora: Raupe im letzten Stadium (Montiferru, 1000m NN, Sardinien, 23.05.2012) [N] Argynnis pandora: Raupe im letzten Stadium tags im Schutz eines Ginsters an Viola corsica fressend (Montiferru, 1000m NN, Sardinien, 23.05.2012) [N] Argynnis pandora: Puppe (e.l. Sardinien 2012) [S] Argynnis pandora: Puppe (e.l. Sardinien 2012) [S] Argynnis pandora: Puppe (e.l. Sardinien 2012) [S] Argynnis pandora: Larvalhabitat auf Sardinien am Montiferru in 1000m NN am 23.05.2012: ginsterreiche, beweidete Fläche. Eine Raupe fand ich an Viola corsica, die in dem Ginsterbusch im Vordergrund wuchs (blaue Blüten!). [N] Argynnis pandora: Larvalhabitat (Viola corsica im Ginsterbusch der vorherigen Aufnahme, 23.05.2012, Montiferru) [N] Argynnis pandora: Viola corsica, eine Freilandraupennahrungspflanze auf Sardinien, 23.05.2012 [N] Argynnis pandora: Larvalhabitat am Montiferru (Sardinien): mit Viola corsica bewachsene Fels- und Schotterfluren. Die Raupen verrieten sich durch abgefressene Triebe und feuchte, grünliche Kotballen. Die Tiere saßen unter Steinen. 23.05.2012. [N] Argynnis pandora: Larvalhabitat am Montiferru auf Sardinien, 23.05.2012 [N] Argynnis pandora: Larvalhabitat am Montiferru auf Sardinien, 23.05.2012 [N] Argynnis pandora: Larvalhabitat auf Sardinien am Montiferru in 1000m NN: eher mesophiler Wegsaum mit Viola cf. hirta (Vordergrund). Hier wurden auch Raupen von Argynnis lathonia und Pyronia tithonus gefunden. 23.05.2012 [N] Argynnis pandora: Habitat am Olymp (Griechenland) mit Disteln [N] Argynnis pandora: Habitat: Distelflur in einem großen Trockengebiet im Askion-Gebirge (Nordgriechenland) [N]

Raupennahrungspflanzen:
Die Raupe ernährt sich von Viola-Arten. Auf Sardinien fand ich mehrere ausgewachsene Raupen Ende Mai 2012 an Viola corsica und Viola riviniana.

Lebensraumansprüche:
Argynnis pandora besiedelt trockenwarme Habitate mit Gehölzen wie Lichtungen in Trockenwäldern, buschreiche Trockenhänge und ähnliche Stellen. Die flugstarken Falter werden oft auch im Offenland in Distelbeständen bei der Nektaraufnahme beobachtet.

Die Raupen fand ich auf Sardinien am Montiferru nördlich von Oristano in 1000m NN auf karstigen, felsigen Flächen mit Ginster und Viola corsica sowie ebenda in Waldsäumen mit Viola riviniana.

Entwicklungszyklus:
Die Raupe überwintert meist in der Eihülle. Offenbar schlüpfen aber manche Raupen bereits im Herbst. Ausgewachsen sind sie zumeist im Mai. Die Falter fliegen meist von Juni bis September, manchmal auch schon Ende Mai. Die Eiablage findet meist deutlich verzögert erst ab August statt. Die Falter sind mit etwa 8 bis 12 Wochen recht langlebig (ähnlich vieler anderer Argynnis-Arten).

Die ausgewachsenen Raupen fand ich am 23.05.2012 auf Sardinien (Montiferru) teils unter Steinen ruhend, teils im Sonnenschein fressend. Einige der Raupen fraßen dabei an Viola-Stauden, die im Schutz von Ginstern wuchsen. Hier waren die Pflanzen auch aufgrund des Weideschutzes etwas häufiger als in der freien Fläche.

Die Verpuppung erfolgt in einem lockeren Gespinst in der Moosschicht oder zwischen Gras und Steinen etc. als Stürzpuppe.

Bemerkungen:
Die Verbreitung reicht von einigen kanarischen Inseln (La Palma, Gomera, El Hierro, Teneriffa) und Nordafrika über Südeuropa, Kleinasien, den Mittleren Osten und Südrußland bis Nordindien. In Südeuropa ist Argynnis pandora in Spanien und auf dem südlichen Balkan häufig und verbreitet, sonst eher lokaler und vereinzelt. Nach Norden findet sie sich etwa bis zu den südlichsten Ausläufern der Alpen und Ungarn. Argynnis pandora verfliegt sich ganz selten noch weiter nördlich (Schweiz, Südbaden), ist hier aber nicht bodenständig.



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