Lasiommata maera (Linnaeus, 1758) (Braunauge)


Lasiommata maera: Männchen (Hinterstein, Mösle-Alpe, 1400m NN, Juni 2014) [N] Lasiommata maera: Männchen (Hinterstein, Mösle-Alpe, 1400m NN, Juni 2014) [N] Lasiommata maera: Balz (Weibchen offen), Kemptener Wald, Allgäu, Juli 2014 [N] Lasiommata maera: Falter (Montafon) [S] Lasiommata maera: Falter (Montafon) [S] Lasiommata maera: Männchen (Schwarzwald, Anfang Juli 2011) [N] Lasiommata maera: Männchen (e.l. Provence) [S] Lasiommata maera: Männchen (e.l. Provence) [S] Lasiommata maera: Männchen (e.l. Provence) [S] Lasiommata maera: Oberseite [S] Lasiommata maera: Unterseite [N] Lasiommata maera: Halbwüchsige Raupe (Ostalb) [M] Lasiommata maera: Halbwüchsige Raupe (Montafon) [N] Lasiommata maera: Raupe (Ostalb) [S] Lasiommata maera: Raupe (Provence, April 2010) [M] Lasiommata maera: Raupe (spanische Westpyrenäen, Anfang Juli 2010, 1900m NN) [M] Lasiommata maera: Raupe (e.l. Montafon) [S] Lasiommata maera: Raupe (Montafon) [S] Lasiommata maera: Raupe (Montafon) [S] Lasiommata maera: Raupe [N] Lasiommata maera: Puppe [S] Lasiommata maera: Puppe [S] Lasiommata maera: Habitat auf der Ostalb: felsiger, gebüschreicher Magerrasen am Waldrand (2007) [N] Lasiommata maera: Habitat auf der Ostalb: felsiger Magerrasen in lichtem Buchenwald (2007) [N] Lasiommata maera: Einen anderen Habitattyp stellen Kahlschläge und Windwurfflächen im Wald dar. Vor allem solche Bestände werden besiedelt, die noch an hochstämmige Bestände angrenzen und einen hohen Anteil an alten Stubben und Wurzeltellern haben (Felsersatz). Ostalb 2007. [N]

Raupennahrungspflanzen:
Die Raupe lebt an Gräsern (Poaceae) wie Brachypodium pinnatum, Bromus erectus, Melica und Festuca.

Lebensraumansprüche:
Lasiommata maera bewohnt montane, waldnahe Magerrasen, Felshänge, Alpenmatten in der Waldzone, Kahlschläge, Wald-Binnensäume und gelegentlich Steinbrüche (auch im Tiefland).

Entwicklungszyklus:
Meist wird eine Generation ausgebildet, im Tiefland offenbar auch eine partielle 2. Generation. Der Falter fliegt in Lagen um 600m NN meist im Juni/Juli. Bei zwei Generationen sind Falter von Mai bis September zu erwarten. Die Eiablage erfolgt an Grashalmen an Baumstammbasen, Felsen, am Rand von Offenstellen etc. Die Überwinterung geschieht meist als L3.

Gefährdung: stellenweise zurückgehend bzw. gefährdet

Gefährdungsursachen:
Durch Entsaumung der Wälder erleidet diese Art vielerorts einen massiven Bestandseinbruch. Bei Memmingen, wo in vielen Wäldern um 1988-1990 noch teils sehr abundante Populationen vorhanden waren, ist sie mittlererweile verschollen, da die grasigen Säume verschwunden sind. Häufiger ist der Falter nur mehr in Regionen mit waldnahen bzw. felsigen Magerrasen wie der Schwäbischen Alb oder mit Waldlückensystemen wie dem gesamten Alpenbereich.

Bemerkungen:
Die Verbreitung reicht von Nordwestafrika über Europa und das gemäßigte Asien bis Sibirien.



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