Raupennahrungspflanzen:
Die Raupen leben an Rhamnus catharticus sowie an anderen Rhamnus-Arten und laut Literatur auch Frangula alnus. Ob am Balkan auch Paliurus belegt wird, ist wahrscheinlich, bliebe aber zu untersuchen.
Lebensraumansprüche:
Satyrium spini besiedelt warme, geh�lzbestimmte Bereiche wie buschige Felsh�nge, Magerrasen, sehr lichte Auw�lder u.a. Larvalhabitat sind niedrigw�chsige, besonnte, aus wenigen Trieben bestehende Jungstr�ucher von wenigen Zentimeter bis etwa 1,5m H�he. In den Alpen leben die Raupen gerne an Rhamnus pumila, R. alpina und R. saxatilis an Felsh�ngen. Alte, hohe B�sche - etwa in Hecken - werden nicht genutzt.
In Magerrasengebieten finden sich die Falter oft in mergeligen, im Fr�hjahr wechselfeuchten Best�nden mit Buphthalmum salicifolium, einer beliebten Saugpflanze.
Entwicklungszyklus:
Satyrium spini �berwintert als Ei bzw. Raupe im Ei. Die Raupe schl�pft n�rdlcih der Alpen erst recht sp�t ab Mitte April und ist daher in Mitteleuropa meist erst Anfang bis Mitte Juni ausgewachsen (im S�den schon ab Ende April). Die Falter fliegen von Ende Juni bis Anfang August, im S�den bereits ab Ende Mai. Die Eier werden einzeln oder in kleinen Gruppen von meist 2-4, aber auch bis zu 10 Eiern in Astgabeln oder an der Astbasis etc. abgelegt, meistens bodennah, aber auch bis in 1-2 m.
Gefährdungsursachen:
Durch Lebensraumverlust (�berbauung, Sukzession und andererseits auch falsche Pflegema�nahmen mit radikaler Entbuschung, Aufforstungen, Umwandlung lichter W�lder in Monokulturen, Aufgabe traditioneller Niederwaldwirschaft an warmen H�ngen) ist Satyrium spini in manchen Gebieten stark gef�hrdet. Vor allem fl�chiges und j�hrliches Entfernen der Geh�lze erfasst auch die kleinen, f�r Satyrium spini bedeutsamen Rhamnus-Str�ucher und ist daher ebenso wie ungebremste Sukzession ein Hauptschadfaktor. Gelegentliches bodennahes Abschneiden der aufkommenden Rhamnus-Str�ucher, das auch nicht die gesamte Fl�che auf einmal erfasst, ist hingegen positiv zu werten, da dann immer niedrige Eiablagepflanzen vorhanden sind.
So wurde die letzte Population des Landkreises Heidenheim auf der �stlichen Schw�bischen Alb (H�llteich/Ohrberg bei Fleinheim) durch v�llig einseitige Pflegema�nahmen (viel zu intensive Geh�lzpflege regelm��ig auf der gesamten Fl�che, Mahd) v�llig ausgerottet. Die letzten 3 Eier fand ich hier im M�rz 2009. 2024 waren sogar kaum mehr Rhamnus-Str�ucher zu finden, da weggepflegt.
In Teilen S�deuropas wie auch in den S�dwestalpen (hier bis �ber 2000m NN, etwa Hautes-Alpes) ist Satyrium spini noch weniger gef�hrdet und stellenweise sogar zahlreich.
Bemerkungen:
Satyrium spini ist leicht als Ei nachzuweisen.
Die Verbreitung reicht �ber weite Teile S�d- und Mitteleuropas und Kleinasien bis zum Iran.