Callophrys rubi (Linnaeus, 1758) (Grüner Zipfelfalter)


Callophrys rubi: Falter [S] Callophrys rubi: Falter (Provence, April 2010) [N] Callophrys rubi: Falter (Abruzzen, L Callophrys rubi: Falter [N] Callophrys rubi: Kopula (Kanisfluh, Vorarlberg, Mai 2010) [N] Callophrys rubi: Falter [N] Callophrys rubi: Falter (Wallis) [N] Callophrys rubi: Falter (Nordgriechenland, Mai 2011) [N] Callophrys rubi: Falter (Nordgriechenland, Mai 2011) [N] Callophrys rubi: Ei an Helianthemum [N] Callophrys rubi: Ei (Detail) [N] Callophrys rubi: Halbwüchsige Raupe [S] Callophrys rubi: Raupe [N] Callophrys rubi: Raupe [S] Callophrys rubi: Raupe [M] Callophrys rubi: Puppe [S] Callophrys rubi: Habitat in einem zwergstrauchreichen Moorgebiet am nördlichen Alpenrand (2006) [N] Callophrys rubi: Habitat in einem Kalkmagerrasen mit Helianthemum nummularium und Genista sagittalis auf der Ostalb (2006) [N] Callophrys rubi: Habitat in einem Kalkmagerrasen der Ostalb mit Onobrychis viciifolia und Helianthemum nummularium (2009) [N] Callophrys rubi: Weiteres Habitat: zwergginsterreiche Weide im Zentralgebirge auf Sardinien (Mai 2012) [N]

Raupennahrungspflanzen:
Die Raupen leben gewöhnlich an Blütenknospen und -trieben von Fabaceae wie Ginster oder Esparsette sowie von Helianthemum nummularium (Cistaceae) und Ericaceae. In sauren Magerrasen leben die Raupen gerne an Flügelginster, auf kalkreichen an Sonnenröschen. In Mooren und auf Sandheiden oder Matten der Zentralalpen werden die Eier oft an Vaccinium sp. gelegt.

Lebensraumansprüche:
Callophrys rubi besiedelt Offenland und Zwergstrauchheiden. Von Magerrasen über Heidegebiete, Hochmoore, sehr lichte Wälder bis hin zu Hochgebirgsmatten und mediterranen Macchien werden fast alle eher nährstoffarmen Habitate genutzt. Callophrys rubi steigt als einziger einheimischer Zipfelfalter im Alpenraum bis über 2600m NN. Nur Satyrium spini vermag in den Südwestalpen an warmen Hängen auch knapp 1800m NN zu erreichen, nicht jedoch in den Nordalpen.

Entwicklungszyklus:
Die Puppe überwintert. Die Falter fliegen in fast immer nur einer Generation von April bis Juni, im Gebirge auch noch im Juli. Die Raupe kann von Mai bis Juli/August gefunden werden.

Gefährdung: stellenweise zurückgehend bzw. gefährdet

Gefährdungsursachen:
Im Tiefland geht Callophrys rubi durch den Verlust sogenannten Ödlands (Magerrasen, Sandheiden etc.) zurück und kommt vielerorts nur mehr auf kleinräumigen Sonderstandorten vor. Im Gebirge und in Südeuropa ist der Falter hingegen nicht gefährdet.

Bemerkungen:
Callophrys rubi ist von Nordafrika über ganz Europa und weite Teile Nord- und Mittelasiens bis zum Amur verbreitet.