Raupennahrungspflanzen:
Die Raupen befressen Gräser unproduktiver Standorte wie Festuca-Arten.
Lebensraumansprüche:
Hyponephele lycaon besiedelt Sandmagerrasen, Steppenrasen, Felshänge, steile, manchmal licht bewaldete, trockene Berghänge und ähnliche sehr xerotherme Stellen mit Offenbodenstellen.
Entwicklungszyklus:
Die Raupe überwintert gleich nach dem Schlupf aus dem in Bodennähe an alten Gräsern etc. abgelegten Ei. Im Frühjahr kann man Raupen tagsüber finden, wie mir dies Anfang Juni 2006 im Wallis auf 2000 m (vorletztes Stadium), in der Sierra Nevada auf 2500m (Ende Juni 2008, vorletztes Stadium) oder bei Aranjuez (S Madrid, Anfang Mai 2022, letztes Stadium) gelang. Der Falter fliegt vor allem im Juli und August, nur selten noch im September oder im Tiefland schon ab Juni.
Gefährdungsursachen:
In Deutschland ist Hyponephele lycaon mit dem Schwinden der meist in sandigen Gebieten liegenden xerothermen Extremstandorte (Aufgabe von Truppenübungsplätzen, Verbuschung, Zerstückelung) vom Aussterben bedroht und beispielsweise noch von Brandenburg oder sehr lokal der Ostseeküste bekannt. Auch südlich der Alpen ist der Falter durch Ausweitung der Landwirtschaft in bislang wenig genutzte Gebiete (z.B. Weinbau) bedroht. Dort ist Hyponephele lycaon aber vor allem in höheren Lagen (bis über 2000m, in Südspanien gar bis 2600m) aber noch weiter verbreitet.
Bemerkungen:
Hyponephele lycaon kommt von der Iberischen Halbinsel sehr lokal über Südfrankreich, die Südalpen und kleinere Teile Italiens bis Osteuropa und Griechenland vor. In Osteuropa geht Hyponephele lycaon nach Norden bis Südfinnland.
Weiter östlich findet sich der Falter von der Türkei und Israel bis Mittelasien.
Hinweise zur Bestimmung:
siehe H. lupinus