Raupennahrungspflanzen:
Die Raupe lebt an Gräsern geringer Produktion, oft Festuca sp.
Lebensraumansprüche:
Hyponephele lupinus besiedelt meist magere, sehr trockene und steinig-felsige Habitate wie Felshänge, steinige Weiden und ähnliche Standorte von Meeresniveau bis etwa 2000m NN (meist 300 bis 1400m NN). In Ungarn kommt sie in trockenen Sandheiden vor.
Entwicklungszyklus:
Die Falter fliegen von Mitte Mai bis Anfang Oktober, wobei vor allem in sehr trockenheißen Gegenden eine Übersommerung der Weibchen beobachtet wird (so auf Rhodos). Die Hauptflugzeit liegt von Juni bis August.
Die Eier werden an trockene Grasblätter und andere Pflanzenteile angekittet. Die L1-Raupe überwintert (frisst in milder Winterwitterung) und ist im Mai, in höheren Lagen im Juni ausgewachsen. Im letzten Stadium (bei genauer Betrachtung bereits im vorletzten) ist sie sehr leicht anhand der zu Fortsätzen ausgezogenen Kopfecken von der ähnlichen H. lycaon-Raupe zu unterscheiden.
Bemerkungen:
Hyponephele lupinus kommt von Nordafrika über Südeuropa (lokale Vorkommen, nach Norden bis Ungarn) und Teile Asiens bis Westchina vor.
Hinweise zur Bestimmung:
Hyponephele lupinus ist am besten durch ihre etwas bedeutendere Größe von der ähnlichen H. lycaon zu unterscheiden. Während Hyponephele lupinus fast so groß wie Maniola jurtina wird, bleibt lycaon kleiner. Zudem ist der Hinterflügelrand bei lupina etwas gezackter als bei lycaon. Die Männchen sind zudem gut durch den Duftschuppenfleck auf der Vorderflügeloberseite zu unterscheiden. Die Raupen im letzten Stadium sind sicher anhand der Kopfkapsel zu unterscheiden.