Cupido minimus (Fuessly, 1775) (Zwerg-Bläuling)


Cupido minimus: Ein die Kopula anbalzendes Männchen [N] Cupido minimus: Ein die Kopula anbalzendes Männchen [N] Cupido minimus: Falter [N] Cupido minimus: Falter [N] Cupido minimus: Falter (Askion, Nordgriechenland, Mai 2010) [N] Cupido minimus: Oberseite [N] Cupido minimus: Kopula [N] Cupido minimus: Unterseite [S] Cupido minimus: Eier [N] Cupido minimus: Ei [N] Cupido minimus: Ei, Detail [N] Cupido minimus: Raupe [N] Cupido minimus: Raupe (Kanisfluh, Bregenzer Wald, Juli 2010) [N] Cupido minimus: Die Raupen sind in den Kelchen beim Fressen der Samenanlagen gut getarnt (Kanisfluh) [S] Cupido minimus: Raupe nach der Überwinterung (in einem Grasbüschel gefunden, Wallis 2008) [M] Cupido minimus: Raupe nach der Überwinterung (in einem Grasbüschel gefunden, Wallis 2008) [M] Cupido minimus: Puppe [S] Cupido minimus: Puppe [S] Cupido minimus: Puppe lateral [S] Cupido minimus: Puppe ventral [S] Cupido minimus: Habitat: Magerrasen mit Wundklee [N]

Raupennahrungspflanzen:
Die Eiablage erfolgt an Wundklee (Anthyllis vulneraria), seltener auch Astragalus cicer (Ostalb) und Colutea arborescens (Kaiserstuhl, Literaturangabe). In den Alpen beobachtete ich die Eiablage auch an Oxytropis campestris.

Lebensraumansprüche:
Cupido minimus besiedelt Magerrasen und extensive Weiden aller Art mit Beständen der Nahrungspflanze.

Entwicklungszyklus:
Cupido minimus bildet meist eine bis seltener partiell zwei Generationen im Jahr aus. Im Tiefland fliegen die Falter meist von Mitte/Ende Mai bis Mitte Juli, im Hochgebirge (bis über 2500m NN) von Juni bis August. 2007 waren bei dieser Art Falter in 1800m NN an einem Südhang im Montafon bereits am 30. April zu beobachten! Die Eiablage erfolgt an Blütenkelche. Raupe lebt im Fruchtknoten, später auch außerhalb im Fruchtstand. Die voll ausgewachsene Raupe überwintert meist in dichten Grasbüscheln, wo auch die Verpuppung stattfindet. Im Wallis fand ich im April auf 1500m NN mehrere solcher Raupen in Festuca-Büscheln.

Gefährdung: stellenweise zurückgehend bzw. gefährdet

Gefährdungsursachen:
Wo Magerrasen noch häufiger sind, ist Cupido minimus nur schwach gefährdet. Sonst ist der Falter oftmals bereits ausgestorben, so im Illertal. In den Alpen ist der Falter die wohl häufigste Bläulingsart.

Bemerkungen:
Cupido minimus ist in Europa weit verbreitet und kommt in Asien bis etwa zur Mongolei vor. Die Populationen Südspaniens werden teilweise als eigene Art aufgefasst.



Cupido alcetas | Cupido argiades | Cupido lorquinii | Cupido osiris