Raupennahrungspflanzen:
Die Raupen leben an Paliurus spina-christi (Rhamnaceae). Die Pflanze ist ein Weidezeiger auf trockenheißen Flächen.
Lebensraumansprüche:
Tarucus balkanicus bewohnt dürre Schafweiden, steinige Hänge und ähnliche Magerrasengebiete, in denen die Futterpflanze (ein kleiner bis übermannshoher Dornenstrauch) häufig ist.
Entwicklungszyklus:
Es werden mehrere Generationen ausgebildet. Falter der ersten Generation traf ich Anfang Mai in Nordgriechenland am Fuß von Hängen an Wegen an. Raupen und Eier fand ich Ende Juli 2011 und Mitte Juli 2025 im Askion-Gebirge (Nordgriechenland) häufig an einem extrem xerothermen Hang im Hitzestau über Steinen, Felsen und Nischen. Die Eier werden am Grund von Dornen abgelegt, selten auch an Blättern. Die Raupe fällt durch ihr Fraßbild (eine bis vier Minen-Streifen in Längsrichtung auf dem Blatt) auf. Die Raupen werden oft von Ameisen begleitet. Die Verpuppung findet an Stämmchen und in der Streuschicht (alte Blätter etc.) statt.
Gefährdungsursachen:
Tarucus balkanicus ist durch Habitatveränderungen und Überbauungen (z.B. östlich des Olymp) stellenweise bedroht. In Zukunft dürfte eine Bedrohung auch aus dem Flächenverbrauch durch Solar- oder Windparks erwachsen, die in bislang ungenutzten, ökologisch hochwertigen Gebieten angelegt werden (Askion usw.).
Eine Hauptbedrohung ist zudem der Rückgang der Schaf- und Ziegenbeweidung.
Bemerkungen:
Tarucus balkanicus fliegt lokal in Afrika und kommt vom Balkan (ab Kroatien) über die Türkei und die Arabische Halbinsel bis Mittelasien vor.