Eilema palliatella (Scopoli, 1763) (Ockergelber Flechtenbär)


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Raupennahrungspflanzen:
In erster Linie befressen die Raupen abgestorbene Pflanzenteile, auch Flechten und Moose und gelegentlich Blüten und noch grüne Pflnzenteile.

Lebensraumansprüche:
Als Lebensraum dienen heiße, oft steinig-felsige Magerrasen. In Mitteleuropa sind das oft Erdflechtengesellschaften, im Süden auch Magerrasen ohne nennenswerte Flechtenvorkommen.

Entwicklungszyklus:
Die überwinterte Raupe ist erst spät ausgewachsen (Juni bis August). Raupen fand ich in der Valle di Susa (Piemont) auf 500m NN sowie in den noch erhaltenen Resten des Südtiroler Vinschgauer Sonnenbergs von Mai bis August zahlreich. Auch in Griechenland und in der Provence ist Eilema palliatella als Raupe in den meisten niedriger gelegenen Trockenrasenkomplexen zu finden.

Die Raupen sind an große Hitze angepasst, was bereits ihre helle Färbung verrät. Sie sitzen an heißen Tagen erhöht in der Vegetation, um der Bodenhitze zu entgehen.

Die Falter fliegen von Juli bis September.

Gefährdung: stark gefährdet

Gefährdungsursachen:
Nördlich der Alpen ist Eilema palliatella durch den flächenmäßigen Rückgang der besonders heißen, nur schütter bewachsenen Magerrasen (u.a. wegen Eutrophierung durch Luftschadstoffe und mangelnde Beweidung oder die Ausdehnung des Weinbaus) vom Aussterben bedroht und beispielsweise am Kaiserstuhl bereits erloschen.

Südlich der Alpen geht Eilema palliatella zwar infolge des Landschaftsverbrauchs durch den Menschen wie die gesamte Natur auch zurück, ist aber hier dank ihrer weiten Verbreitung noch nicht stärker gefährdet.

Bemerkungen:
Die Verbreitung reicht von Spanien über Süd- und Mitteleuropa bis Zentralasien. In Deutschland findet sie sich vor allem noch in heißen, flußbegleitenden Steilhängen wie etwa im Obermaintal.



Eilema albicosta | Eilema bipunctata | Eilema caniola | Eilema cereola | Eilema complana | Eilema deplana | Eilema griseola | Eilema lurideola | Eilema lutarella | Eilema morosina | Eilema pygmaeola | Eilema sororcula