Arctia festiva (Hufnagel, 1766) (Englischer Bär)


Arctia festiva: Weibchen [S] Arctia festiva: Weibchen [S] Arctia festiva: Falter, frisch geschlüpft [S] Arctia festiva: Weibchen-Unterseite [S] Arctia festiva: Männchen [S] Arctia festiva: Weibchen (Askion-Gebirge, Nordgriechenland, Mai 2011). Offensichtlich hatte das Tier Kontakt mit einem Prädator (evtl. einem Vogel), der die Flügel beschädigt hatte. [M] Arctia festiva: Eigelege (Askion-Gebirge 2011) [S] Arctia festiva: L1-Raupe (e.o. Askion, Nordgriechenland 2011) [S] Arctia festiva: L2-Raupe (e.o. Askion 2011) [S] Arctia festiva: Halbwüchsige Raupe (e.o. Askion 2011) [S] Arctia festiva: Halbwüchsige Raupe (e.o. Askion 2011) [S] Arctia festiva: Halbwüchsige Raupe (e.o. Askion 2011) [S] Arctia festiva: Halbwüchsige Raupe (e.o. Askion 2011) [S] Arctia festiva: Raupe [S] Arctia festiva: Habitat in Nordgriechenland (Fundort des Weibchens): Steppenhang im Askion-Gebirge, Mai 2011. [N]

Raupennahrungspflanzen:
Die Raupen sind polyphag.

Lebensraumansprüche:
Arctia festiva besiedelt steinige Magerrasen und meist sandiges Brachland in tieferen bis mittleren (unter 600m NN, in Südeuropa bis über 1000m NN), warmen Lagen. Von der Anpassung her ist sie als kontinentale Steppenart zu betrachten, die Sommerhitze und -trockenheit braucht, aber auch kalte Winter verträgt.

Entwicklungszyklus:
Der Falter fliegt in einer Generation von Mai bis Anfang Juli. Im Askion-Gebirge (Nordgriechenland) fand ich ein Weibchen Mitte Mai 2011. Die Raupe ist im April oder Anfang Mai erwachsen. Sie legt offenbar im Hochsommer eine mehrwöchige Ruhephase ein.

Gefährdungsursachen:
In Mitteleuropa ist diese Art infolge Lebensraumzerstörung bereits ausgestorben. Die bevorzugten Habitate wurden als unnützes Ödland einer monetär sinnvolleren Verwendung zugeführt (Forst- und Landwirtschaft, Überbauung). Neben dieser Hauptursache spielen aber gerade bei derart am Rand ihrer Verbreitung vorkommenden Populationen gelegentlich auch natürliche Fluktuationen und das Klima eine Rolle.

Bemerkungen:
Der letzte Nachweis in Deutschland datiert von 1977 (Ostdeutschland).
Die Gesamtverbreitung erstreckt sich heute von Spanien über Südeuropa bis Ostasien. Im Mai 2011 fand ich Arctia festiva beispielsweise in Nordgriechenland im Askion-Gebirge bei Siatista.



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