Raupennahrungspflanzen:
Die Raupen leben an sauren Rumex-Arten wie R. acetosa, R. thyrsiflorus und R. acetosella.
Lebensraumansprüche:
Adscita schmidti besiedelt insbesondere extensives Grasland, Magerrasen und vor allem Weiden in Gebirgen der Iberischen Halbinsel. Im Tiefland, insbesondee in Küstennähe, fehlt Adscita schmidti in der Regel. Ich fand Raupen an R. acetosella und R. thyrsiflorus in etwa 1260m in der Sierra de Gredos am Rand einer extensiven Rinderweide.
Entwicklungszyklus:
Die Falter fliegen je nach Höhe von Mai bis Juli, was meistens aber vor allem in höheren Lagen (wo beide Ende Juni und im Juli synchron auftreten können) nicht immer später ist als bei A. jordani. Sie saugen gerne an Jasione, aber auch vielen anderen Blüten, sogar Winden. Die Eier werden in vergleichsweise sehr eng gepackten Gelegen (kaum Abstand zwischen den Eiern) deponiert. Einige der halbwüchsigen Raupen gehen in Ästivation, aber die Neigung dazu ist wesentlich geringer als bei A. jordani. Die halbwüchsigen Raupen überwintern in verschiedenen Stadien. Die Winterruhe ist wesentlich strenger als bei A. jordani, auch wenn die Diapause im Frühjahr schnell endet. Ich fand Ende März 2022 halb- bis fast ganz ausgewachsene Raupen an der Basis der Nahrungspflanzen (Rumex thyrsiflorus) bzw. im umgebenden Gras- und Moosbewuchs (R. acetosella). Die Verpuppung findet wie üblich in einem zweischichtigen Kokon im Boden statt.
Bemerkungen:
Adscita schmidti steht A. statices recht nahe und ist ein Endemit der Iberischen Halbinsel.