Gonepteryx cleobule (Hübner, 1830)


Gonepteryx cleobule: Männchen  (La Gomera, Valle Hermosa, Februar 2013) [N] Gonepteryx cleobule: Männchen an Lathyrus (La Gomera, Valle Hermosa, Februar 2013) [N] Gonepteryx cleobule: Weibchen an Sonchus gomerensis (La Gomera, Valle Hermosa, Februar 2013) [N] Gonepteryx cleobule: Weibchen an Sonchus gomerensis (La Gomera, Valle Hermosa, Februar 2013) [N] Gonepteryx cleobule: Weibchen an Sonchus gomerensis (La Gomera, Valle Hermosa, Februar 2013) [N] Gonepteryx cleobule: Weibchen an Bituminaria bituminosa (La Gomera, Valle Hermosa, Februar 2013) [N] Gonepteryx cleobule: Männchen (La Gomera, Dezember 2009) [N] Gonepteryx cleobule: Männchen (e.l. La Gomera 2013) [S] Gonepteryx cleobule: Männchen (e.l. La Gomera 2013) [S] Gonepteryx cleobule: Weibchen des Taxons G. maderensis auf Madeira (oberhalb Santana, März 2013) [N] Gonepteryx cleobule: Ei auf der Blattunterseite von Rhamnus crenulata  (La Gomera, Dezember 2011) [N] Gonepteryx cleobule: Ei auf der Blattunterseite von Rhamnus crenulata  (La Gomera, Dezember 2011) [N] Gonepteryx cleobule: L1 und Eihülle (Teneriffa, e.o. März 2012) [S] Gonepteryx cleobule: L1-Raupe (e.o. Teneriffa 2012) [S] Gonepteryx cleobule: L1-Raupe (La Gomera, Dezember 2011) [S] Gonepteryx cleobule: L2-Raupe (La Gomera, Dezember 2011) [S] Gonepteryx cleobule: L3-Raupe (La Gomera, Valle Hermoso, Dezember 2011) [S] Gonepteryx cleobule: L3-Raupe (La Gomera, Dezember 2011) [S] Gonepteryx cleobule: Halbwüchsige Raupe (e.o. Teneriffa 2012) [S] Gonepteryx cleobule: L4-Raupe [S] Gonepteryx cleobule: L4-Raupe [S] Gonepteryx cleobule: L4-Raupe [S] Gonepteryx cleobule: Raupe in Häutungsruhe ins letzte Stadium (La Gomera, Valle Hermosa, Februar 2013) [N] Gonepteryx cleobule: Raupe im letzten Stadium  (e.l. La Gomera 2011) [S] Gonepteryx cleobule: Raupe im letzten Stadium  (e.l. La Gomera 2011) [S] Gonepteryx cleobule: Raupe (La Gomera, Valle Hermosa, Februar 2013) [N] Gonepteryx cleobule: Raupe (e.o. Teneriffa 2012) [S] Gonepteryx cleobule: Raupe (e.o. Teneriffa 2012) [S] Gonepteryx cleobule: Raupe im letzten Stadium  (e.l. La Gomera 2011) [S] Gonepteryx cleobule: Raupe (La Gomera, Valle Hermosa, Februar 2013) [N] Gonepteryx cleobule: Raupe im letzten Stadium  (e.l. La Gomera 2011) [S] Gonepteryx cleobule: Raupe im letzten Stadium  (e.l. La Gomera 2011) [S] Gonepteryx cleobule: Raupe (La Gomera, Valle Hermosa, Februar 2013) [N] Gonepteryx cleobule: Raupe im letzten Stadium  (e.l. La Gomera 2011) [S] Gonepteryx cleobule: Raupe im letzten Stadium (e.l. La Gomera 2011) [S] Gonepteryx cleobule: Raupe im letzten Stadium (e.l. La Gomera 2011) [S] Gonepteryx cleobule: Raupe im letzten Stadium (e.l. La Gomera 2011) [S] Gonepteryx cleobule: Raupe im letzten Stadium (e.l. La Gomera 2011) [S] Gonepteryx cleobule: Präpuppe (e.o. Teneriffa 2012) [S] Gonepteryx cleobule: Präpupa (e.l. La Gomera 2013) [S] Gonepteryx cleobule: Frische Puppe (e.l. La Gomera 2013) [S] Gonepteryx cleobule: Puppe (e.l. La Gomera 2013) [S] Gonepteryx cleobule: Puppe (e.o. Teneriffa 2012) [S] Gonepteryx cleobule: Puppe (e.o. Teneriffa 2012) [S] Gonepteryx cleobule: Schlupfreife Puppe (e.o. Teneriffa 2012) [S] Gonepteryx cleobule: Larvalhabitat mit Rhamnus crenulata (La Gomera, Valle Hermosa, Februar 2013) [N] Gonepteryx cleobule: Habitat auf La Gomera (Valle Hermoso) mit Rhamnus crenulatus (Dezember 2011) [N] Gonepteryx cleobule: Lebensraum auf La Gomera im Valle Hermoso (Dezember 2011) [N] Gonepteryx cleobule: Habitat am Rande eines Lorbeerwaldes (La Gomera, Dezember 2011) [N]

Raupennahrungspflanzen:
Die Raupen leben an Rhamnus-Arten: Rhamnus crenulata in trockeneren Gebieten (etwa Valle Hermosa auf La Gomera) und Rhamnus glandulosa in und um die Lorbeerwälder.

Lebensraumansprüche:
Gonepteryx cleobule besiedelt vor allem die Lorbeerwälder, aber auch Buschzonen, Wacholderhänge und andere Standorte der Raupennahrungspflanzen im Norden der jeweiligen Inseln. Auf La Gomera fand ich Falter und Eier beispielsweise im Dezember 2011 und Raupen und Falter im Februar 2013 im Valle Hermosa in etwa 300 bis 800m NN an Rhamnus crenulata am Rande buschiger, eher trockener Wacholderhänge.

Entwicklungszyklus:
Gonepteryx cleobule ist als Falter ganzjährig nachzuweisen. Zumindest in den kühlfeuchteren Lorbeerwaldregionen scheinen die meisten Falter im Winter nur wenig aktiv zu sein. Eier und Raupen können von Dezember bis Mai gefunden werden (vielleicht auch später noch). Zumindest in wärmeren Lagen weist Gonepteryx cleobule möglicherweise zwei Generationen auf, was noch besser untersucht werden muss. Die Eiablage erfolgt nach eigenen Beobachtungen zumeist auf die Blattunterseite, während die Raupen auf der Oberseite leben.

Gefährdungsursachen:
Gonepteryx cleobule ist stark gefährdet, da der Lorbeerwald als Hauptlebensraum bis auf wenige Relikte zerstört wurde und auch angrenzende, trockenere Habitate von Kultivierung (Weinanbau), Waldbränden, Zersiedelung und Tourismus berührt werden können.

Bemerkungen:
Gonepteryx cleobule ist ein Endemit der Kanarischen Inseln und besiedelt den Norden von La Palma, Teneriffa und La Gomera. Auf letzterer Insel ist der Falter heute noch am häufigsten. Auf Madeira fliegt ein sehr nahe verwandtes Taxon (Gonepteryx maderensis), das ich im März 2013 recht regelmäßig in der Nordhälfte der Insel in Lorbeerwäldern beobachten konnte.

Gonepteryx cleobule ist sehr nahe mit Gonepteryx cleopatra verwandt und wurde oft als Unterart dieser klassifiziert. Neuere Untersuchungen gehen jedoch vom Artstatus aus. Die gelegentlich vorgenommene Zersplitterung der drei Inselpopulationen (und der Population Madeiras) als jeweils eigene Arten (z.B. G. eversi auf La Gomera) lehne ich hingegen als überzogen ab. Subspeziesstatus genügt völlig! Aber bei solch nah verwandten Taxa ist immer auch eine gewisse Subjektivität im Spiel, die Bedeutung von Unterschieden einzuschätzen. Und Artzersplitterungen sind eben gerade modern, aber wohl nur in einem Teil der Fälle gerechtfertigt.



Gonepteryx cleopatra | Gonepteryx rhamni