Raupennahrungspflanzen:
In erster Linie Centaurea jacea, in zweiter Linie auch C. scabiosa und ggf. weitere Centaurea. Im Süden werden seltener angeblich auch Disteln befressen (Cirsium etc.). Centaurea jacea ist generell die Hauptnahrungspflanze, die zumeist das Areal bestimmt. Auch in Mittelspanien (Guadalajara: Chequilla) fanden sich die Raupen in aller Regel an C. jacea.
Lebensraumansprüche:
Jordanita globulariae besiedelt Kalkmagerrasen im weiteren Sinne, auch andere Magerrasen und magere Weiden, teils auch Feuchtwiesen. Sie fehlt besonders in den Nordalpen weitgehend, kommt aber im Süden und vor allem Südwesten vor. In Spanien (Chequilla) wurden insbesondere feuchtere Weiden und andere wechselfeuchte Standorte der dort nur lokal vorkommenden Centaurea jacea besiedelt.
Entwicklungszyklus:
Überwinterte Raupen sind meist von Ende März bis Mai/Anfang Juni anzutreffen. Sie fressen in Platzminen, in denen sie manchmal auch ruhen. Manchmal verkriechen sie sich hierzu aber auch in die Moosschicht. Die Verpuppung erfolgt Jordanita-typisch im Boden in einem zweischichtigen Kokon. Die Falter fliegen im Juni und Juli oder auch noch Anfang August, im Süden wohl schon ab Mitte oder Ende Mai. Sie saugen gerne an Knautien, Skabiosen, Flockenblumen und gelben Korbblütlern wie Buphthalmum (Ostalb) oder Inula (z.B. Würzburg). Die Eiablage erfolgt einzeln oder in kleinen Gruppen an Stängel und Blattunterseiten der Nahrungspflanze.
Gefährdungsursachen:
Jordanita globulariae ist in Mitteleuropa an den schon in den früheren Jahrzehnten stark durch landwirtschaftliche Intensivierungen sehr zurückgedrängten, nur in Bruchteilen heute noch vorhandenen Standorten weiterhin sehr bedroht durch weiter voranschreitenden Lebensraumverlust (Verbuschung, Aufgabe der Wanderschäferei, aber auch zu intensive Beweidung in Koppelhaltung, Aufforstung, Überbauung, Verfilzung).
Bemerkungen:
Die Verbreitung erstreckt sich von Zentralspanien (Teruel, Guadalajara) bis zum Ural. Sie fehlt im Norden und im äußersten Süden Europas.