Coscinia cribraria (Linnaeus, 1758) (Weißer Grasbär)


Coscinia cribraria: Weibchen [S] Coscinia cribraria: Weibchen [S] Coscinia cribraria: Weibchen [S] Coscinia cribraria: Falter (e.l. Provence) [S] Coscinia cribraria: Falter (e.l. Provence) [S] Coscinia cribraria: Weibchen (e.l. Provence) [S] Coscinia cribraria: Männchen [S] Coscinia cribraria: Halbwüchsige Raupe (Provence) [M] Coscinia cribraria: Halbwüchsige Raupe [M] Coscinia cribraria: Halbwüchsige Raupe (Vinschgau. März 2012) [M] Coscinia cribraria: Raupe [M] Coscinia cribraria: Raupe [M] Coscinia cribraria: Raupe, seitlich [M] Coscinia cribraria: Raupe [M] Coscinia cribraria: Raupe [N] Coscinia cribraria: Raupe [S] Coscinia cribraria: Raupe [S] Coscinia cribraria: Raupe (Provence) [S] Coscinia cribraria: Puppe [S] Coscinia cribraria: Puppe [S] Coscinia cribraria: Habitat im Wallis: steiniger Trockenhang mit Raupen, Anfang Juni 2010 [N]

Raupennahrungspflanzen:
Die Art ist polyphag, befrisst aber insbesondere Gräser. Auch an Moos und Flechten.

Lebensraumansprüche:
Nördlich der Alpen werden meist Sandheiden und lichte Sandkiefernwälder besiedelt. Südlich der Alpen sind es trockene Bergmatten mit Steinriegeln und Felsen sowie allgemein Magerrasen und am Mittelmeer steinige Macchien, Garrigues und lichte Wälder.

Entwicklungszyklus:
Nördlich der Alpen wird ähnlich Spiris striata eine Generation im Juni/Juli ausgebildet. In niedrigen Lagen südlich der Alpen fliegt Coscinia cribraria hingegen in zwei Generationen, so im Massif de la Sainte Baume bei Marseille mit Faltern im Mai/Juni und Augsut/September. Im Alpenraum ist der Falter oberhalb von 1000m NN wieder meist univoltin.
Ich fand in der Valle die Susa (Italien), der Provence und in Südtirol zahlreiche Raupen zusammen mit solchen von Syntomis phegea und Parnassius apollo an Steinriegeln im April/Mai. Die Raupen zeigen ein ähnliches Verhalten wie die von Spiris striata.

Gefährdung: gefährdet

Gefährdungsursachen:
Nördlich der Alpen ist Coscinia cribraria sehr gefährdet durch Veränderungen der Sandheiden und lückigen Sandkiefernwälder (Aufforstung durch dichte Monokulturen, Abbau, Überbauung, Landwirtschaft). In Südeuropa und den Südalpen ist der Falter hingegen in extensivem, steinigem Gelände fast ubiquitär.

Bemerkungen:
Coscinia cribraria ist in Nordwestafrika und vielen Gegenden Europas verbreitet. Sie fehlt beispielsweise im Nordalpenraum und in ganz Baden-Württemberg.



Coscinia bifasciata | Coscinia romeii