Proserpinus proserpina (Pallas, 1772) (Nachtkerzen-Schwärmer)


Proserpinus proserpina: Falter [S] Proserpinus proserpina: Männchen [S] Proserpinus proserpina: Falter [S] Proserpinus proserpina: Falter, frisch geschluepft [S] Proserpinus proserpina: Falter, Unterseite [S] Proserpinus proserpina: Ei (Provence, Juni 2009) [N] Proserpinus proserpina: Ei (Provence) [N] Proserpinus proserpina: Ei [M] Proserpinus proserpina: L1-Raupe [M] Proserpinus proserpina: L1 [S] Proserpinus proserpina: Halbwüchsige Raupe [S] Proserpinus proserpina: Jungraupe [S] Proserpinus proserpina: Raupe, halberwachsen [S] Proserpinus proserpina: Raupe lateral, eben im letzten Stadium [S] Proserpinus proserpina: Raupe dorsal [S] Proserpinus proserpina: Raupe, braun [S] Proserpinus proserpina: Raupe, braun [S] Proserpinus proserpina: Raupe, graugrüne Form [N] Proserpinus proserpina: Raupe, graugrün [S] Proserpinus proserpina: Raupe, Hinterende mit kreisrunder Platte (zurück- und umgebildetes Horn) [S] Proserpinus proserpina: Puppe [S] Proserpinus proserpina: Puppe vor dem Schlupf [S]

Raupennahrungspflanzen:
Meist leben die Raupen an Epilobium, selten dagegen an der namensgebenden Oenothera. Am häufigsten findet man sie an Epilobium hirsutum, daneben auch oft an Epilobium angustifolium.

Lebensraumansprüche:
Proserpinus proserpina bewohnt feucht-warme Habitate wie Feuchtgebiete, Kiesgruben, Wiesengräben, Bachufer und Kahlschläge.

Entwicklungszyklus:
Es wird eine Generation im Mai/Juni ausgebildet. Die Eier werden gerne im Hitzestau an besonnten Grabenrändern abgelegt. Die Raupen findet man von Juni bis Mitte oder Ende August.

Gefährdung: gefährdet

Gefährdungsursachen:
In Mitteleuropa ist Proserpinus proserpina sehr wechselnd häufig. Bedroht ist der Falter durch Habitatverlust (Entwässerung und Intensivierung). Bei Memmingen wurde um 2004 eine starke Population in einer Kiesgrube vernichtet, um einen Solarpark zu errichten. So wird deutlich, dass in unserer bedrängten Natur bereits jeder Eingriff - und sei er auch angeblich umweltschonend - zu negativen Ergebnissen führen kann, wenn dafür nicht ökologisch wertlose Flächen, sondern bislang wenig genutzte Restbiotope herangezogen werden.

Bemerkungen:
Proserpinus proserpina ist seit Anfang des Jahrtausends in Süddeutschland (z.B. Voralpenland) wieder häufiger aufgetaucht, besonders häufig 2003. Vielleicht gehört Proserpinus proserpina zu denjenigen, die von einer Klimaerwärmung profitieren werden bzw. das schon tun.

Die Verbreitung reicht von Nordwestafrika bis China. In Europa ist sie auf wärmere Regionen beschränkt. In Deutschland fehlt sie im Norden weitgehend, ist dort aber wohl in Ausbreitung begriffen.