Gastropacha quercifolia (Linnaeus, 1758) (Kupferglucke)


Gastropacha quercifolia: Weibchen [S] Gastropacha quercifolia: Weibchen [S] Gastropacha quercifolia: Weibchen, Kopf mit Palpen [S] Gastropacha quercifolia: Ei [S] Gastropacha quercifolia: Ei [S] Gastropacha quercifolia: Ei [S] Gastropacha quercifolia: Halbwüchsige Raupe (September, Memmingen) [M] Gastropacha quercifolia: Halbwüchsige Raupe (Illerbeuren bei Memmingen, September) [M] Gastropacha quercifolia: Halbwüchsige Raupe [M] Gastropacha quercifolia: Halbwüchsige Raupe (die Flecken sind noch orange) [M] Gastropacha quercifolia: Brustbereich im Detail [M] Gastropacha quercifolia: Höcker auf dem vorletzten Segment einer halbwüchsigen Raupe [M] Gastropacha quercifolia: Raupe nach der Überwinterung [S] Gastropacha quercifolia: Raupe [S] Gastropacha quercifolia: Raupe [S] Gastropacha quercifolia: Raupe [S] Gastropacha quercifolia: Raupe [S] Gastropacha quercifolia: Raupe [S] Gastropacha quercifolia: Raupe cranial: nun blaue Prachtflecken [S] Gastropacha quercifolia: Prachtflecken [S] Gastropacha quercifolia: Prachtflecken [S] Gastropacha quercifolia: Raupe caudal [S] Gastropacha quercifolia: Kokon [S] Gastropacha quercifolia: Puppe: mehlig bestäubt [S] Gastropacha quercifolia: Larvalhabitat bei Memmingen: Apfelbäumchen in einem naturnahen Garten, September 2010 [N]

Raupennahrungspflanzen:
Die Raupen befressen Laubgehölze wie Prunus, Malus, Crataegus, Salix, Rhamnus oder Frangula.

Lebensraumansprüche:
Gastropacha quercifolia besiedelt gehölzreiche Gebiete wie lichte Moorwälder, Niederwälder, Heckenlandschaften, verbuschende Magerrasen oder Waldränder und kommt meist in eher luftfeuchten Gebieten vor. Sie fehlt aber zumindest heute weiten Gebieten wie der Schwäbischen Alb fast ganz.

Entwicklungszyklus:
Die Raupe überwintert frei an Zweigen, meist im Innenmantel der Gehölze und eher in Bodennähe, oft an kleinen Ästchen, die direkt aus dem Stamm wachsen und meist an deren Unterseite. Solche Raupen fand in in den 1980er Jahren bei Memmingen an Schlehenhecken, die Fichtenforste zu feuchten Wiesen begrenzten und wo auch der Hummelschwärmer häufig war. Doch seit über 15 Jahren gelangen dort keine weiteren Nachweise mehr, wohl wegen des Rückgangs der Hecken und der Intensivierung und Begradigung der Wiesen. Erwachsen sind die Raupen meist im Juni. Die Falter fliegen ab Ende Juni bis in den August.
Im September 2009 fand ich einige Raupen am Apfelbäumchen im Naturgarten meiner Eltern bei Memmingen. Dieser steht vollsonnig in einer leicht feuchten Naturwiese.

Gefährdung: stark gefährdet

Gefährdungsursachen:
Gastropacha quercifolia ist hochgradig bedroht durch den Rückgang geeigneter Lebensräume und wohl auch weitere Faktoren, die bislang nur unzureichend verstanden sind. Auch die Meisenmast durch Winterfütterung und Nistkästen-Inflation dürfte stellenweise nachteilig sein, da die künstlich erhöhte Vogelpopulation im Winter noch die letzte Raupe entdeckt.

Bemerkungen:
Gastropacha quercifolia kommt von Nordspanien über weite Teile Europas und des mehr gemäßigten Asien bis Japan vor.