Ruspolia nitidula (Scopoli, 1786) (Große Schiefkopfschrecke)


Ruspolia nitidula: Weibchen (Tessin, Arzo, Oktober 2007) [N] Ruspolia nitidula: Kopf (Tessin, Oktober 2007) [N] Ruspolia nitidula: Kopf (Tessin, Oktober 2007) [N] Ruspolia nitidula: Männchen (N-Portugal, ca. 10km S von Viano do Castelo, Oktober 2013) [N] Ruspolia nitidula: Männchen (N-Portugal, ca. 10km S von Viano do Castelo, Oktober 2013)nas, November 2013) [N] Ruspolia nitidula: Männchen (Portugal, Azoren, San Miguel, Furnas, November 2013) [N] Ruspolia nitidula: Weibliche, jüngere Larve (Gran Canaria, unterhalb von Tasarte, Dezember 2016) [N] Ruspolia nitidula: Weibliche, jüngere Larve (Gran Canaria, unterhalb von Tasarte, Dezember 2016) [N] Ruspolia nitidula: Weibliche, jüngere Larve (Gran Canaria, unterhalb von Tasarte, Dezember 2016) [N] Ruspolia nitidula: Männliche, ältere Larve (Gran Canaria, unterhalb von Tasarte, Dezember 2016) [N] Ruspolia nitidula: Männliche, ältere Larve (Gran Canaria, unterhalb von Tasarte, Dezember 2016) [N] Ruspolia nitidula: Männliche, ältere Larve (Gran Canaria, unterhalb von Tasarte, Dezember 2016) [N] Ruspolia nitidula: Männliche, ältere Larve (Gran Canaria, unterhalb von Tasarte, Dezember 2016) [N] Ruspolia nitidula: Habitat in einer vegetationsreichen Steinbruchsohle (Tessin, Arzo, Oktober 2007) [N] Ruspolia nitidula: Habitat im Vordergrund (Portugal, Azoren, San Miguel, Lagoa das Furnas, November 2013) [N] Ruspolia nitidula: Larvalhabitat in einem wechselfeuchten Barranco: Gräser auf der linken Seite (Gran Canaria, unterhalb von Tasarte, Dezember 2016) [N]

Nahrung:
Pflanzliche (vor allem Gräser) und tierische Kost (andere Insekten).

Lebensraumansprüche:
Ruspolia nitidula bevorzugt zumeist feuchte Habitate wie Flachmoore, Nasswiesen, Verlandungszonen und ähnliche Standorte. In eher humidem Großklima (Tessin) werden auch vereinzelt trockenere Standorte besiedelt, wenn die Vegetation genügend hoch und dicht ist.

Entwicklungszyklus:
Die Eier überwintern. Imagines sind eher spät von Juli/August bis Oktober unterwegs. Ruspolia nitidula ist trotz ihrer Größe gut flugfähig.

Gefährdung: vom Aussterben bedroht

Gefährdungsursachen:
In Deutschland kommt Ruspolia nitidula nur im Bodenseebecken vor und ist hier auf wenige Standorte zurückgedrängt. Nichtsdestotrotz befand man es noch in den 1990er Jahren für notwendig, Teile des letzten bayerischen Lebensraumes (ein artenreiches Moor mit Maculinea teleius und sehr vielen anderen Arten) für eine Bundesstraße und einen Pferdehof zu opfern.

Insgesamt ist Ruspolia nitidula vielerorts durch Entwässerung, intensive Landwirtschaft (Maisfelder, Güllewiesen), Eutrophierung, Sukzession, Aufforstung und Überbauung bedroht. Allerdings wird Ruspolia nitidula vermutlich vor allem an ihrer nördlichen Verbreitungsgrenze von der Klimaerwärmung profitieren.

Bemerkungen:
In Südeuropa ist Ruspolia nitidula noch recht weit verbreitet. Die nächsten Vorkommen außerhalb Deutschlands (und des Bodenseebeckens) liegen besonders in der Schweiz (Moorreste im Mittelland sowie Standorte im Tessin und bei Genf) und in Ostösterreich.


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