Carcharodus stauderi Reverdin, 1913


Carcharodus stauderi: Männchen (Kalymnos, Mitte Mai 2016) [N] Carcharodus stauderi: Männchen (Kalymnos, Mitte Mai 2016) [N] Carcharodus stauderi: Männchen (Kalymnos, Mitte Mai 2016) [N] Carcharodus stauderi: Weibchen (Kalymnos, Mitte Mai 2016) [N] Carcharodus stauderi: Weibchen (Kalymnos, Mitte Mai 2016) [N] Carcharodus stauderi: Weibchen (Kalymnos, Mitte Mai 2016) [N] Carcharodus stauderi: Weibchen (e.o. Zucht Kalymnos 2016) [S] Carcharodus stauderi: Weibchen (e.o. Zucht Kalymnos 2016) [S] Carcharodus stauderi: Weibchen, schlafend (e.o. Zucht Kalymnos 2016) [S] Carcharodus stauderi: Weibchen bei der Eiablage (Kalymnos, Mitte Mai 2016) [N] Carcharodus stauderi: Weibchen bei der Eiablage (Kalymnos, Mitte Mai 2016) [N] Carcharodus stauderi: Ei an einem Kurztrieb (Kalymnos, Mitte Mai 2016) [N] Carcharodus stauderi: Ei an einem Kurztrieb (Kalymnos, Mitte Mai 2016) [N] Carcharodus stauderi: Ei an einem Kurztrieb (Kalymnos, Mitte Mai 2016) Carcharodus stauderi: Ei Detail (ex Kalymnos, Mai 2016) [S] Carcharodus stauderi: Ei Detail (ex Kalymnos, Mai 2016) [S] Carcharodus stauderi: Ei vor dem Schlupf. In der Mikropylregion schimmert der dunkle Raupenkopf durch (ex Kalymnos, Mai 2016). [S] Carcharodus stauderi: L1-Raupe nach dem Schlupf (e.o. Kalymnos 2016) [S] Carcharodus stauderi: L1-Raupe nach dem Schlupf (e.o. Kalymnos 2016) [S] Carcharodus stauderi: Jungraupe in einer Häutungsruhe (e.o. Kalymnos 2016) [S] Carcharodus stauderi: Jungraupe (e.o. Kalymnos 2016) [S] Carcharodus stauderi: Jungraupe (e.o. Kalymnos 2016) [S] Carcharodus stauderi: Halbwüchsige Raupe (e.o. Zucht Kalymnos 2016) [S] Carcharodus stauderi: Gehäuse einer halbwüchsigen Raupe in der Zucht an Marrubium vulgare (e.o. Kalymnos 2016) [S] Carcharodus stauderi: Halbwüchsige Raupe (e.o. Zucht Kalymnos 2016) [S] Carcharodus stauderi: Halbwüchsige Raupe (e.o. Zucht Kalymnos 2016) [S] Carcharodus stauderi: Raupe (e.o. Zucht Kalymnos 2016) [S] Carcharodus stauderi: Raupe (e.o. Zucht Kalymnos 2016) [S] Carcharodus stauderi: Raupe (e.o. Zucht Kalymnos 2016) [S] Carcharodus stauderi: Raupe (e.o. Zucht Kalymnos 2016) [S] Carcharodus stauderi: Raupe (e.o. Zucht Kalymnos 2016) [S] Carcharodus stauderi: Raupe (e.o. Zucht Kalymnos 2016) [S] Carcharodus stauderi: Halbwüchsige Raupe, Gehäuse geöffnet (Kalymnos, Mitte Mai 2016) [M] Carcharodus stauderi: Halbwüchsige Raupe, Gehäuse geöffnet (Kalymnos, Mitte Mai 2016) [M] Carcharodus stauderi: Halbwüchsige Raupe, Gehäuse geöffnet (Kalymnos, Mitte Mai 2016) [M] Carcharodus stauderi: Raupe (Kalymnos, Mitte Mai 2016) [M] Carcharodus stauderi: Raupe (Kalymnos, Mitte Mai 2016) [M] Carcharodus stauderi: Raupengehäuse (Kalymnos, Mai 2016) [N] Carcharodus stauderi: Raupengehäuse (Kalymnos, Mai 2016) [N] Carcharodus stauderi: Raupengehäuse (Kalymnos, Mai 2016) [N] Carcharodus stauderi: Parasitierte, abgestorbene Raupe (Kalymnos, Mai 2016) [M] Carcharodus stauderi: Parasitierte, abgestorbene Raupe (Kalymnos, Mai 2016) [M] Carcharodus stauderi: Parasitierte, abgestorbene Raupe (Kalymnos, Mai 2016) [M] Carcharodus stauderi: Puppenkokon (Kalymnos, Mai 2016) [N] Carcharodus stauderi: Geöffneter Puppenkokon mit leerer Puppenhülle (Kalymnos, Mai 2016) [M] Carcharodus stauderi: Puppe (e.o. Zucht Kalymnos 2016) [S] Carcharodus stauderi: Puppe (e.o. Zucht Kalymnos 2016) [S] Carcharodus stauderi: Puppe (e.o. Zucht Kalymnos 2016) [S] Carcharodus stauderi: Larvalhabitat mit Ballota acetabulosa auf Kalymnos (Mitte Mai 2016) [N] Carcharodus stauderi: Larvalhabitat mit Ballota acetabulosa auf Kalymnos (Mitte Mai 2016) [N] Carcharodus stauderi: Larvalhabitat mit Ballota acetabulosa auf Kalymnos (Mitte Mai 2016) [N] Carcharodus stauderi: Larvalhabitat mit Ballota acetabulosa auf Kalymnos (Mitte Mai 2016) [N] Carcharodus stauderi: Larvalhabitat mit Ballota acetabulosa auf Kalymnos (Mitte Mai 2016) [N]

Raupennahrungspflanzen:
Die Raupen leben auf den Inseln der Ostägäis an Ballota acetabulosa, anderswo laut Literatur auch an Ballota undulata. Weitere Nahrungspflanzen sind im Freiland bislang nicht belegt. In der Zucht nimmt die Raupe problemlos Marrubium vulgare an.

Lebensraumansprüche:
Carcharodus stauderi besiedelt insbesondere stark beweidete (Ziegen), steinige und trockenheiße Gebiete, in denen die Raupennahrungspflanzen häufig sind.

Entwicklungszyklus:
Die Falter fliegen in der Ostägäis im wesentlichen im Mai (oft erst ab 10. Mai) und Juni. Eine regelmäßige zweite Generation scheint dort nicht vorzukommen (aber weitere Untersuchungen nötig), was wahrscheinlich mit der Sommertrockenheit zusammenhängt. Im Hoch- und Spätsommer sind die meisten Nahrungspflanzen bis auf die kleinen Kurztriebe für das nächste Jahr kahl. Die Eiablage erfolgt meist am unteren Drittel der Pflanzen an die Blattanlagen eines Kurztriebs. Die Raupen schlüpften im Versuch nach 10-14 Tagen und ergaben unter Zuchtbedingungen an Marrubium eine fast vollständige zweite Generation, wobei aber zwei einzelne Raupen von 15 klein (L2) in eine Diapause gingen. Im Freiland ist das Übersommerungsstadium noch nicht genau bekannt, aber es dürfte m.E. die Jungraupe (L1 bis L2?) in einem dichten Gespinst im Vegetationspunkt der Kurztriebe sein. Wenn im Herbst bzw. Winter die Sträucher nach Regen wieder auszutreiben beginnen, dürfte die Raupe wieder aktiv werden. Diese These wäre im Freiland noch zu überprüfen.
Ausgewachsen sind die Tiere dann im April oder Mai. Ab Mitte Mai findet man (z.B. 2016 auf Kalymnos) fast nur mehr parasitierte Tiere bzw. deren Überreste. Die Verpuppung findet zumeist ebenfalls an der Nahrungspflanze zwischen zusammengesponnenen Blättern statt.

Bemerkungen:
Carcharodus stauderi kommt in Nordafrika, Kleinasien und weiteren Teilen Vorderasiens vor. In Griechenland kommt sie nur auf wenigen Inseln der Ostägäis vor (z.B. Kalymnos, Symi, Rhodos und weitere benachbarte Inseln).

Literatur:
ALBRECHT, M. & T. KISSLING (2013): Observations on the ecology and habitat of Carcharodus stauderi Reverdin, 1913 on the Greek island of Kalymnos (Lepidoptera: Hesperiidae). - Nachrichten des entomologischen Vereins Apollo, N.F. 34 (1/2): 1–8.



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