Adscita subsolana (Staudinger, 1862) (Distel-Grünwidderchen)


Adscita subsolana: Männchen [S] Adscita subsolana: Weibchen [S] Adscita subsolana: Weibchen bei der Eiablage (Nordgriechenland, Vitsi, Juli 2010) [N] Adscita subsolana: Eier [S] Adscita subsolana: Jungraupe [M] Adscita subsolana: Raupe [S] Adscita subsolana: Raupe (Provence) [M] Adscita subsolana: Raupe [M] Adscita subsolana: Kokon [S] Adscita subsolana: Raupe in Triebspitze von Cirsium eriophorum (Provence) [N] Adscita subsolana: Von Raupen besiedeltes Cirsium eriophorum [N] Adscita subsolana: Habitat in der Provence: Cirsium eriophorum an einer steinigen Störstelle [N]

Raupennahrungspflanzen:
Die Raupe lebt an Distel-Arten. In Deutschland wird sie offenbar vor allem an Carlina vulgaris gefunden, in den südlichen Alpen und anderswo mehr an Cirsium eriophorum und Onopordum acanthinum sowie weiteren Cirsium- und Carduus-Arten.

Lebensraumansprüche:
Adscita subsolana besiedelt trockenwarme Magerweiden und ähnliche Habitate mit Beständen der Nahrungspflanze. In der Provence fand ich zahlreiche Raupen auf einer erst vor einigen Jahren aufgeschotterten Fläche an einem Weg durch einen artenreichen Trockenwald mit Magerrasen an Cirsium eriophorum (Massif de la Sainte Baume). In Nordgriechenland werden auch feuchtere Standorte besiedelt, wie Raupenfunde an einem Grabenrand bei Grevena zeigen.

Entwicklungszyklus:
Die Raupen überwintern und sind im Mai oder Juni ausgewachsen. Die Mitte Mai (siehe oben) in der Provence gefundenen Raupen waren im vorletzten und letzten Stadium und lebten in 5cm bis 0,5m Höhe etwa ein bis zwei Zentimeter eingebohrt in Triebspitzen und Blattachseln der Nahrungspflanze, wo sie insbesondere das Mark verzehrten. Der Falter fliegt von Ende Juni bis Juli.

Gefährdung: stark gefährdet

Gefährdungsursachen:
In Mitteleuropa ist Adscita subsolana durch Lebensraumverlust auf wenige Inseln zurückgedrängt. Adscita subsolana fehlt aber weiten Gebieten auch schon immer, etwa Baden-Württemberg.

Bemerkungen:
Adscita subsolana ist in der südlichen Hälfte Europas von Spanien bis zum Schwarzen Meer und weiter nach Westasien 8Türkei etc.) verbreitet. Die Nordgrenze verläuft durch Mitteldeutschland.



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